Entwicklungsumgebungen Werkzeuge

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Entwicklungsumgebungen Werkzeuge

Beitragvon Rebecca E. » 03.09.2004, 09:05

Welche Entwicklungsumgebungen und welche Werkzeuge nutzt Ihr, wenn Ihr Eure Projekte abwickelt, und warum ausgerechnet diese?

Welche Vorteile bieten Euch Eure Entwicklungsumgebungen gegenüber anderen (profesionellen) Lösungen?

Wie sieht Ihr das Preis/ Leustungsverhältnis?

:D
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Rebecca E.
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Beitragvon ric » 03.09.2004, 10:08

In der Wahl der Programmiersprache bin ich leidenschaftslos, obwohl ich eine gewisse Affinität zu objektorientierten Sprachen nicht verhehlen kann.

Für das wichtigste Werkzeug des heutigen Softwareentwicklers halte ich automatisierte Tests. Und hierfür gibt es mittlerweile Konzepte und Programme, die dies hervorragend unterstützen. Mit diesen Werkzeugen wird der traditionelle Entwicklungsprozeß quasi auf den Kopf gestellt.

alt:
Der Entwickler programmiert etwas, und fängt an zu testen. Treten Fehler auf, versucht er einen neune Test zu finden und den Fehler zu beheben. Diese Behebung kann zu neuen Fehlern führen ...

neu:
Bevor eine Zeile Code geschrieben wird, werden tests definiert. D.h. für jede öffentliche Methode (Funktion) wird vorher spezifiziert, welche Ausgangswerte durch welche Eingangswerte erzeugt werden. Erst dann wird angefangen zu programmieren. Am Anfang gehen natürlich sämtliche Tests schief. Der Entwickler entscheidet nun, welche Funktion er zuerst implementiert und freut sich über einen gelungenen Test. Und macht mit der nächsten Funktion weiter. Dadurch, daß festgehalten wird, welche Tests bereits geklappt haben hat er die Sicherheit, daß durch neue Funktionalitäten bereits laufender Code nicht kaputtgeht (ein häufiges Ärgernis).

Diese Tests können auf verschiedenen Ebenen plaziert werden. z.B. simple Ergebnisbewertung mathematischer Funktionen, oder die komplexe Analyse von Objektnetzwerken. Vor der Auslieferung der SW müssen sämtliche Tests durchlaufen! Ist die SW beim Kunden und tritt ein neuer Fehler auf, wird zuerst ein test geschrieben, der diesen Fehler provoziert und erst dann der Fehler behoben. So kann man sicher sein, den spezifischen Fehler behoben, und nichts kaputtprogrammiert zu haben.

Ein weiterer Vorteil dieser Tests ist, das sie eine hervorragende Dokumentation für den Entwickler sind. Wurden früher Hilfe-Dateien geschrieben, in denen stand, wie eine Funktion zu verwenden ist, so sucht man sich heute einen Testfall an, und sieht direkt im Code die Verwendung.

Links:

C++
Java
C#
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Beitragvon Der Ruhige » 03.09.2004, 10:30

Also

Vor laaaaaaanger Zeit benutzte ich Basic 2.0 mit dem ich viel Spaß hatte :D
(Programmiersprache vom C-64)

- sie war einfach zu erlernen
- man konne schnell sehen was draus wird
- leider heute vollig veraltet


Danach purzelte Pascal zu mir ,mit wesentlich mehr möglichkeiten ,aber leider nur kurtz.


Dann bekamm ich eine C++ 6.0

Aber so richtig anfreunden konnte ich mich damit nicht .

Schon allein die Anleitung hatt mir nicht gefallen ,von den Erläuterungen der Befehle ganz zu schweigen :(

(da sehnte ich mich nach Basics zeiten wo Befehle mit einen kurzen verständlich guten Beispiel erläutert wurde)

Naja ,villeicht hätte ich mich damit näher beschäftigen sollen :D


Für Web Entwicklungen bevorzuge ich Net Obekts Fusion.

- schnelle Websites
- eine menge Tool

Ich erstell meist erstmal ein Grundgerüßt und arbeite dann an die feinheiten und Grafik.
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Beitragvon Doc Extropy » 21.11.2004, 09:36

Visual Studio.NET

Rasantes Entwickeln, keine Umstände - das Endprodukt steht im Mittelpunkt.

Ich habe damit sogar schon eine rudimentäre Engine für 3D - Shooter (in C# natürlich) gebastelt.
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Beitragvon Pyrrhon » 21.11.2004, 10:35

Nav hat geschrieben:Visual Studio.NET

Verwende ich auch intensiv.

Nav hat geschrieben:Rasantes Entwickeln, keine Umstände - das Endprodukt steht im Mittelpunkt.

Noch zu unausgereift und viel zu buggy. Besitzt noch viele Kinderkrankheiten. Das, was das Studio bietet, bietet auch Eclipse bzw. bestimmte Plugins dazu von IBM, läuft allerdings stabil und ist ausgereift.
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Beitragvon Doc Extropy » 21.11.2004, 10:40

Dafür ist die Dokumentation bei Eclipse im Vergleich zur MSDN bei .NET nicht einmal vorhanden.

Bei .NET kann man fast jedes Problem durch einen schnelle Blick in die MSDN lösen (die wird lokal installiert), bei Eclipse und den zugehörigen Sprachen ist oft ein einziger Parameter eines Funktionsaufrufes eine stundenlange Google - Orgie.
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Beitragvon Pyrrhon » 21.11.2004, 10:53

Nav hat geschrieben:Dafür ist die Dokumentation bei Eclipse im Vergleich zur MSDN bei .NET nicht einmal vorhanden.

Für Java gibt es doch eine ganze Menge Dokumentation, viel mehr als für .NET.

Bei .NET kann man fast jedes Problem durch einen schnelle Blick in die MSDN lösen (die wird lokal installiert), bei Eclipse und den zugehörigen Sprachen ist oft ein einziger Parameter eines Funktionsaufrufes eine stundenlange Google - Orgie.

Mir fehlt bei MSDN sehr oft gerade die wesentliche Information. Es stört mich auch, dass manche Beispielprogramme nicht einmal funktionieren (frag mich nicht, welche, ein Kollege, der sich mit .NET deutlich besser auskennt als ich, hat mir das gesagt).

Ich finde auch nicht, dass .NET schlecht ist, es gibt sehr viele gute Ansätze und Ideen, aber es ist noch nicht ausgereift. Das ist zwar normal (war bei Java am Anfang genauso), aber eben noch ein Nachteil.

Am Studio stört mich, das es deutlich schwerer ist, durch den Source Code zu navigieren, als es zB beim JBuilder der Fall ist (der übrigens auch einige lästige Bugs hat). Mich stört, dass beim Oberflächen Design unter Umständen (und nicht selten genug) einfach Elemente verschwinden. Mich stört, dass es, wenn mehrere Personen am selben Projekt arbeiten, praktisch untauglich ist. Mich stört, dass es manchmal beim Laden einer kleinen Datei mehrere Minuten benötigt und dabei den Rechner total blockiert, sodass nichts anderes mehr geht. Mich stört, dass das Fixieren von Sidetabs (oder wie die immer heißen) oft mehrere Minuten in Anspruch nimmt, wobei ebenfalls der Rechner total blockiert wird. Du verstehst, was ich meine? Es ist ein unausgereiftes Ding. Hoffentlich wird das 2005er besser.
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Beitragvon Doc Extropy » 21.11.2004, 10:59

Das mit den Sidetabs hatte ich noch nie, muß ich sagen... :hmm:

Aber 2005 wird es sicher besser, dann kann das Ding endlich auch Refactoring. Wurde auch DRINGENDST Zeit. :?
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Beitragvon Pyrrhon » 21.11.2004, 11:07

Nav hat geschrieben:Aber 2005 wird es sicher besser, dann kann das Ding endlich auch Refactoring. Wurde auch DRINGENDST Zeit. :?

Ob das auch so gut wird wie das hier: http://www.jetbrains.com/resharper/? Dieses Plugin kann ich nur empfehlen! Wer es einmal verwendet hat, kann nicht mehr ohne.
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Beitragvon Doc Extropy » 21.11.2004, 11:11

Das ist eine gute Frage. :P

Das werden wir wohl abwarten müssen...
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Beitragvon Der Ruhige » 21.11.2004, 12:55

Genau ......


Solange es nicht wie Söldner wird :lol:
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Beitragvon ric » 21.11.2004, 14:33

Ich programmiere .Net, seit es die Betaversion gibt.

Laut Aussage der MS-Entwickler ist es auch in 2005 noch nicht fertig. D.h. man muß immer noch die grotesken Win32 Funktionen einbinden, wenn man performant arbeiten will.
Im Vergleich zu anderen Oberflächen-Designern ist der in .Net ... grottig. Man kann nicht einmal einen Styleguide definieren. :x

Das interessante ist, wir haben einen Test Native C++ gegen C# Code auf bis zu 512 CPUs gegeneinander laufen lassen. C# skaliert auf neueren CPUs deutlich besser als C++ Code. Der Grund liegt darin, daß man C++Programme für eine bestimmte CPU kompilieren muß, damit der Code überall auf einer rechnerfarm läuft, während der C# Code erst kurz vor dem Starten für die jeweilige CPU compiliert wird. Und diese Code nutzt die CPU-Features wesentlich effizienter aus.
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Beitragvon ric » 23.11.2004, 18:13

Den müßt ihr euch geben. :lol:

"Restricting Access: You can restrict access to properties and methods by not providing documentation. "

[Microsoft Press, OLE 2 Programmer's Reference, vol. 2, p. 36]
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Beitragvon Pyrrhon » 24.10.2005, 15:04

Jetzt kommt demnächst Visual Studio 2005 heraus und damit auch .NET 2.0. Es hat sich viel geändert, sodass wieder alles umgeschrieben werden muss. Im aktuellen MSDN gibt es wiederum kaum mehr Infos über das aktuelle .NET, sondern nur mehr über das neue, das noch gar nicht da ist. Das Visual Studio ist einfach so ein Mist und Quelle tagtäglichen Ärgers. Da lob ich mir meinen Vim, der wenigstens funktioniert.
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Beitragvon ric » 24.10.2005, 15:09

Pyrrhon hat geschrieben:Jetzt kommt demnächst Visual Studio 2005 heraus und damit auch .NET 2.0.
Ich arbeite (parallel)schon seit über einem jahr damit.
Pyrrhon hat geschrieben: Es hat sich viel geändert, sodass wieder alles umgeschrieben werden muss.
Es hat sich nicht viel geändert. Es sind neue sachen dazugekommen, so dass aufwändige Einzellösungen substituiert werden könnten.
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Beitragvon Pyrrhon » 24.10.2005, 15:12

ric hat geschrieben:
Pyrrhon hat geschrieben:Jetzt kommt demnächst Visual Studio 2005 heraus und damit auch .NET 2.0.
Ich arbeite (parallel)schon seit über einem jahr damit.


Aber nicht mit dem Release. :wink:

ric hat geschrieben:
Pyrrhon hat geschrieben: Es hat sich viel geändert, sodass wieder alles umgeschrieben werden muss.
Es hat sich nicht viel geändert. Es sind neue sachen dazugekommen, so dass aufwändige Einzellösungen substituiert werden könnten.


Und was ist mit unauffälligen Kleinigkeiten, die einem dann das Leben schwer machen? Menschenfleisch muss zwar gepeinigt werden, wenn man den Christen glaubt, ich persönlich sehe das aber etwas anders.
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Beitragvon ric » 24.10.2005, 15:22

@pyrrhon

Wir haben einen Rechner, auf dem nur die ganzen alphas bettas... installiert sind.
Von Zeit zu Zeit setzen wir uns dran und übersetzen und testen das Gesamtsystem. Bis jetzt war das mit Ausnahme von Kleinigkeiten immer schnell (<1Tag) möglich.

Welche Kleinigkeiten machen Dir denn das Leben schwer?
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Beitragvon Pyrrhon » 24.10.2005, 15:29

ric hat geschrieben:Wir haben einen Rechner, auf dem nur die ganzen alphas bettas... installiert sind.
Von Zeit zu Zeit setzen wir uns dran und übersetzen und testen das Gesamtsystem. Bis jetzt war das mit Ausnahme von Kleinigkeiten immer schnell (<1Tag) möglich.


Das ist eine andere Vorgehensweise als die unsrige. Aber ihr habt ja auch mehr Ressourcen. Auf diese Weise hält sich der Aufwand in Grenzen.

ric hat geschrieben:Welche Kleinigkeiten machen Dir denn das Leben schwer?


Solche Kleinigkeiten, dass es zu bestimmten Bugs Workarounds gibt, die mit .NET 2.0 vermutlich nicht mehr funktionieren werden. Ich habe das Programm, an dem ich arbeite, nicht geschrieben, bin neu und kenne mich (genauso wie alle anderen) nicht aus damit. Die ursprünglichen Entwickler sind nicht greifbar. Das Programm ist groß und komplex, durchaus gut designed und programmiert, aber nicht dokumentiert. Außerdem kenne ich mich und auch andere nicht mit allen Technologien aus, weil die ursprünglichen Entwickler alles hineingepackt haben, was sie 'geil' fanden.
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Beitragvon ric » 24.10.2005, 19:58

Pyrrhon hat geschrieben:Solche Kleinigkeiten, dass es zu bestimmten Bugs Workarounds gibt, die mit .NET 2.0 vermutlich nicht mehr funktionieren werden. Ich habe das Programm, an dem ich arbeite, nicht geschrieben, bin neu und kenne mich (genauso wie alle anderen) nicht aus damit. Die ursprünglichen Entwickler sind nicht greifbar. Das Programm ist groß und komplex, durchaus gut designed und programmiert, aber nicht dokumentiert. Außerdem kenne ich mich und auch andere nicht mit allen Technologien aus, weil die ursprünglichen Entwickler alles hineingepackt haben, was sie 'geil' fanden.
Das Problem kenne ich. Und die Lösung dafür auch.
Seit ich bei Kent Beck auf einem eXtreme Programming Workshop war, gibt es bei uns eine wichtige Regel: "Kein neuer Code ohne vorherigen Unit-Test".
Es war zwar ein Heulen und Zähneklappern bei fast allen Entwicklern (und den Chefs) "zu aufwändig.. da testen wir ja mehr als wir entwickeln..." aber seitdem ist unsere Codebasis wahnsinnig stabil geworden.
Z.B. ist die Hemmung einen zentralen Bestandteil einfach wegzuwerfen und völlig neu zu entwickeln wesentlich niedriger geworden - es gibt ja die Testfälle die sicherstellen, dass mit dem neuen Code noch alles funktioniert.
Ich verstehe Code nicht? Dann sehe ich mir die Testfälle an, und sehe wie er benutzt wird.
Neues Datenbanksystem? kein problem, werden die Treiber einfach ausgetauscht...

Sich XP anzusehen und Teile davon anzuwenden kann ich nur empfehlen. :wink:
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Beitragvon Pyrrhon » 24.10.2005, 20:51

Ric, ich weiß die Lösung auch, nur davon habe ich im Moment einfach nichts. Das habe ich auch schon ansatzweise so gehandhabt (in einem anderen Projekt). So sollte man vorgehen, nur muss man auch entsprechend programmieren und das Design anpassen.

In meinem Fall ist diese Lösung als Ganzes nicht mehr anwendbar, es sei denn, Du erfindest eine Zeitmaschine. Die Software ist an sich gut durchdacht und ich habe es auch erklärt bekommen. Die beiden Entwickler zähle ich zu den besten, die ich kenne. Nur haben sie scheinbar alles mündlich miteinander diskutiert und wenn sie etwas schriftlich machten, dann liegt mir das nicht vor und aus diversen Gründen wird das auch nie der Fall sein.

Die Software ist an sich hochmodern designed und entwickelt, nur ist sie sehr komplex und es ist kaum mehr nachvollziehbar, wo was passiert. Du suchst lange und schließlich entdeckst Du, dass Du eigentlich nur eine einzige Zeile einfügen musst. Es ist irgendwie alles genial, wenn Du es erst einmal verstehst, aber das bringt nichts, wenn Du zu neuem Code kommst, weil nichts dokumentiert bzw. auch nur ausreichend kommentiert ist.

Dann habe ich ja praktisch gerade erst angefangen und mein Kollege, der schon länger dabei ist, versteht auch nur ca. 30 %. Beim anderen Kollegen ist es auch nicht anders. Es ist ein Riesenproblem. Eine Neuentwicklung kommt selbstverständlich nicht in Frage und alles ist miteinander so verwoben, dass Änderungen in einem Teil gravierende Auswirkungen in einem anderen Teil haben können, wenn Du nur genügend nahe am Kern etwas änderst.

Es muss ja auch ständig etwas erweitert werden. Selbst bei einer Neuentwicklung kommen wir auch nicht herum, das aktuelle Programm zu verstehen lernen. Die Probleme, die mich gerade plagen, sind sicher völlig trivial, wenn man weiß, wie es geht. Aber das weiß ich leider nicht hinreichend. Ich glaube, jetzt habe ich es endlich kapiert, aber dann funktioniert es nicht und ich weiß nicht, weshalb. Ein fremder, undokumentierter Code ist etwas Schlimmes, auch wenn er noch so gut ist.
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Beitragvon ric » 24.10.2005, 22:32

Du könntest anfangen zu jedem Problem das Du gerade anpackst, erstmal einen Testfall zu schreiben. Auch wenn Du etwas im Augenblick verstanden hast, hast Du keine Garantie, dass Du es nicht in 2 Wochen wieder vergessen hast. Ein Testfall ist eine sehr gute Dokumentation.

Das schwierige ist, anzufangen.
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Beitragvon ric » 07.02.2006, 20:07

Ein Tip für Einsteiger in die Programmierung.

In der neuen c't ist das Visual Studio Express dabei. es besteht aus der IDE, demm C#, Visualbasic, Webforms , einem abgespeckten SQLServer (Datenbank)und der Dokumentation.
Und das ganze zum Preis von 3,- €.

Ich konnte keinen offensichtlichen haken entdecken. Selbstentwickelte Programme (mit Datenbank) können lizenzkostenfrei verkauft werden.

Das Ganze wird von einem mehrteiligen Kurs in der c't flankiert.

Nach einem ersten Blick fehlen nur einige Datenbank- und Xmlfeatures im Vergleich zur Vollversion.

Billiger (wenn man die Materialkosten mitrechnet) kommt man kaum zu einer vollständigen Entwicklungsumgebung.

ich frage mich, was Microsoft mit diesem Schritt bezweckt (oder soll ich lieber nicht fragen?).
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Beitragvon Der Ruhige » 08.02.2006, 15:45

ric hat geschrieben:ich frage mich, was Microsoft mit diesem Schritt bezweckt (oder soll ich lieber nicht fragen?).

Der Kampf gegen Java :wink:

Ich bin immo eh dabei mich zu entscheiden welches ich mir einverleibe :D

Ach ja ist es C.net ?
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Beitragvon ric » 08.02.2006, 16:13

Der Ruhige hat geschrieben:Ach ja ist es C.net ?
Es ist die komplette .Net 2.0 Laufzeitumgebung dabei mit C#, Basic und ASP für .Net.
J# und C++ fehlt.

Hier gibt es nützliche Codeschnipsel und Tips zu den beiden Sprachen.
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Beitragvon Der Ruhige » 08.02.2006, 16:18

ric hat geschrieben:Es ist die komplette .Net 2.0 Laufzeitumgebung dabei mit C#, Basic und ASP für .Net.
J# und C++ fehlt.

Oh wie schön, dann werd ich mal in die Ct gucken ob ich mich mit der Sprache anfreunden kann :D

EDIT : was kein C++ schade das hatte ich schon
ric hat geschrieben:Hier gibt es nützliche Codeschnipsel und Tips zu den beiden Sprachen.

Danke ,dann kann ich denn rumstöbern :D
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Beitragvon ric » 08.02.2006, 16:21

C# ist übrigens nicht C und nicht C++.
Es ist ein Mischmasch aus C++ und Java.
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Beitragvon Der Ruhige » 08.02.2006, 16:26

ric hat geschrieben:C# ist übrigens nicht C und nicht C++.
Es ist ein Mischmasch aus C++ und Java.

Ah so ,dann ist es keine umgewöhnung wenn man schon C++ ,Basic V2 ,Pascal rumgeproggt hatt :D

:wink:
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Beitragvon Pyrrhon » 23.09.2006, 08:17

Alle diese Entwicklungsumgebungen haben zwar den Vorteil, dass sie manche brauchbare Werkzeuge anbieten, haben aber in der Regel den Nachteil, dass sie keinen gescheiten Editor haben. Für gewisse Sachen muss ich immer wieder die Datei, die ich gerade bearbeite, in meinen Vim laden (habe mir extra dafür ein Icon im Toolbar geschaffen), wo ich in wenigen Sekunden das schaffe, wofür ich im VisualStudio einige Minuten benötige. Das ist doch fad. Naja, es gibt allerdings ein Plugin für das Studio, damit man im Studio einen Vi hat, der zwar nicht ganz Vim ist, aber im Prinzip sehr ähnlich ist. Ich habe mir schon überlegt, ob ich das nicht ausprobieren sollte. Ob das dann mit dem ReSharper noch zusammenpasst, weiß ich nicht.
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Beitragvon Pyrrhon » 23.09.2006, 08:27

Und das ist das Plugin, welches ich meine: ViEmu
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Beitragvon ric » 23.09.2006, 10:08

Pyrrhon hat geschrieben:... Für gewisse Sachen muss ich immer wieder die Datei, die ich gerade bearbeite, in meinen Vim laden (habe mir extra dafür ein Icon im Toolbar geschaffen), wo ich in wenigen Sekunden das schaffe, wofür ich im VisualStudio einige Minuten benötige. ...
Was denn z.B.?

Ein Tool, dass die Produktivität in VS enorm erhöht ist der http://de.wikipedia.org/wiki/ReSharper.

Kann mir übrigens jemand erklären, was der Autor damit meint?
ReSharper wertet die Visual Studio Entwicklungsumgebung um diverse Funktionen auf, die vor allem beim Entwickeln hilfreich sind. Dies ist sinnvoll, da das Arbeiten innerhalb des Visual Studios von vielen Entwicklern als weniger intuitiv oder gar weniger produktiv empfunden wird. ReSharper ist also eine Möglichkeit, Visual Studio an die Features vergleichbarer Produkte wie etwa IntelliJ IDEA, Eclipse oder X-develop anzupassen.
Ich kenne Eclipse, IntelliJ und VS.
Vom intuitiven Arbeiten kommen Eclipse und IntelliJ nicht an VS heran.
Das ist nicht nur meine Meinung, sondern auch die von Kommilitonen, die nach 4 Semestern Java in einer Vorlesung c# und Webservices hatten - und begeistert von der IDE waren (wenn auch nicht unbedingt von der Sprache).
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