Stoning

Zwischen Freiheit und Sklaverei durch indoktrinierte Seelenqual

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Beitragvon weihrauch » 13.08.2009, 07:18

nachdem ich alles weiss brauche ich nichts mehr zu glauben
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Re: Stoning

Beitragvon Rebecca E. » 13.08.2009, 08:34

@weihrauch.

Nun wissen wir ja, das Ehebruch in einigen Gesellschaften (und nicht nur dort) als Ehrmindernd angesehen wird und dort entsprechen der Gesetze (hier wirklich widerlich inhuman) geahndet wird.

Aber wir brauchen ja nicht zu weit zu gucken. Denn unter gewissen Umständen kann in Deutschland ein Seitensprung eine Ehe beenden.

Aber in dem Punkt stimme ich Dir zu. Menschen für ihr menschlich sein zu töten ist inhuman. Egal ob sie gesteinigt werden (und hier zeigt sich wieder der Sexismus, Frauen wird es signifikant schwerer gemacht als Männern zu "entkommen", in dem sie noch tiefer eingegraben werden) oder bei lebendigen Leibe auf Scheiterhaufen verbrannt werden.

Eigentlich bin ich gegen das töten von Menschen ...

... aber manchmal, in extrem schwerwiegenden Fällen geht es leider nicht anders.

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Re: Stoning

Beitragvon weihrauch » 13.08.2009, 08:37

Die Ausschwitzanlage ist bei Sonnenschein doch einfach einladend. Wurde dort auch gesteinigt oder bin ich fehlinformiert :surprise:
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Re: Stoning

Beitragvon Rebecca E. » 13.08.2009, 08:57

@weihrauch.

Ich schrieb ja, das ich prinzipiell gegen das Töten von Menschen bin. Vor allem dann wenn sie hingerichtet werden sollen weil sie Menschlich sind. Und Sex ist nun einmal (obwohl auch und nicht nur eine) menschliche Eigenschaft ... gleiches gilt für Eifersucht.

Neben dem Steinigen gibt es ja noch andere Tötungsmethoden, von denen ich ja eine weitere erwähnt hatte. Selbst wenn wir Scheiterhaufen abgeschafft haben, auf denen ja prinzipiell Unschuldige aufgrund einer fragwürdigen Ethik umgekommen sind (christlich erleuchtet), so ist Steinigung wie jede gesetzlich legitimierte Tötungsart gegen den Wunsch des gesetzlich verurteilten "Täters" welches in Wirklichkeit Opfer des Justizsystems ist, zu ächten.

Aber eines haben Steinigungen mit Hexenverbrennungen gemeinsam. Verhaltet euch möglichst moralisch Systemkonform, auch wenn es gegen die unveräußerlichen Menschenrechte verstößt ... denn wir haben die gesetzliche Macht und die Mittel es gegen den Rest der Welt gegen euch umzusetzen. Hier sind die vermeintlichen Täter real Opfer. Egal ob sie nun wegen vermuteter verlorener Jungfräulichkeit oder des Verdachts auf Homosexualität in Stadien an Baukränen aufgehängt werden.


Anders sehe ich es bei Personen wie Rudolf Höß. Der war kein Opfer sondern Mittäter einer inhumanen Tötungsmaschinerie.
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Re: Stoning

Beitragvon weihrauch » 13.08.2009, 09:17

Rebecca E. hat geschrieben:@weihrauch.

Ich schrieb ja, das ich prinzipiell gegen das Töten von Menschen bin. Vor allem dann wenn sie hingerichtet werden sollen weil sie Menschlich sind. Und Sex ist nun einmal (obwohl auch und nicht nur eine) menschliche Eigenschaft ... gleiches gilt für Eifersucht.

Neben dem Steinigen gibt es ja noch andere Tötungsmethoden, von denen ich ja eine weitere erwähnt hatte. Selbst wenn wir Scheiterhaufen abgeschafft haben, auf denen ja prinzipiell Unschuldige aufgrund einer fragwürdigen Ethik umgekommen sind (christlich erleuchtet), so ist Steinigung wie jede gesetzlich legitimierte Tötungsart gegen den Wunsch des gesetzlich verurteilten "Täters" welches in Wirklichkeit Opfer des Justizsystems ist, zu ächten.

Aber eines haben Steinigungen mit Hexenverbrennungen gemeinsam. Verhaltet euch möglichst moralisch Systemkonform, auch wenn es gegen die unveräußerlichen Menschenrechte verstößt ... denn wir haben die gesetzliche Macht und die Mittel es gegen den Rest der Welt gegen euch umzusetzen. Hier sind die vermeintlichen Täter real Opfer. Egal ob sie nun wegen vermuteter verlorener Jungfräulichkeit oder des Verdachts auf Homosexualität in Stadien an Baukränen aufgehängt werden.


Anders sehe ich es bei Personen wie Rudolf Höß. Der war kein Opfer sondern Mittäter einer inhumanen Tötungsmaschinerie.


Ach so, eigentlich nein, aber bei Rudolf Höß ist das anders, da er ein Mittäter war. Lustig Variabilität von Tötungsentscheidungsebenen.
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Re: Stoning

Beitragvon Rebecca E. » 13.08.2009, 10:21

@weihrauch.

weihrauch hat geschrieben:Ach so, eigentlich nein, aber bei Rudolf Höß ist das anders, da er ein Mittäter war. Lustig Variabilität von Tötungsentscheidungsebenen.


Manche Links sprechen für sich selbst ...

... aber meist, vor allem dann wenn wir den Diskussionspartner noch nicht kennen, wissen wir nichts über seine Intention, warum oder weshalb ein Link von ihm zu welchem Thema eingestellt wurde. Deshalb ist es extrem hilfreich wenn man noch einige ergänzende Sätze zum Link hinzufügt um zumindest die Intention des Beitragerstellers zu offenbaren.

:wink:
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Re: Stoning

Beitragvon weihrauch » 15.08.2009, 15:12

Rebecca E. hat geschrieben:@weihrauch.

weihrauch hat geschrieben:Ach so, eigentlich nein, aber bei Rudolf Höß ist das anders, da er ein Mittäter war. Lustig Variabilität von Tötungsentscheidungsebenen.


Manche Links sprechen für sich selbst ...

... aber meist, vor allem dann wenn wir den Diskussionspartner noch nicht kennen, wissen wir nichts über seine Intention, warum oder weshalb ein Link von ihm zu welchem Thema eingestellt wurde. Deshalb ist es extrem hilfreich wenn man noch einige ergänzende Sätze zum Link hinzufügt um zumindest die Intention des Beitragerstellers zu offenbaren.

:wink:

Einen Artikel als Diskussionspunkt einzuwerfen ist doch manchmal auch schon Intention genug.
Was für mich in dem Artikel ausser der Abscheulichkeiten aber dennoch positiv war, dass man da mittels öffentlichem Druck
teilweise solche Dinge unterbinden kann und wenn man insistiert und sich noch mehr Menschen an den Protesten und Petitionen beteiligen die Steinzeitmethoden eines Tages ganz aus diesen Teilen der Erde verbannen kann. In Europa waren wir dbzgl. etwas früher dran. :jaa:
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Re: Stoning

Beitragvon Pleitegeier » 17.08.2009, 23:09

weihrauch hat geschrieben:
Rebecca E. hat geschrieben:Anders sehe ich es bei Personen wie Rudolf Höß. Der war kein Opfer sondern Mittäter einer inhumanen Tötungsmaschinerie.


Ach so, eigentlich nein, aber bei Rudolf Höß ist das anders, da er ein Mittäter war. Lustig Variabilität von Tötungsentscheidungsebenen.


Ich persönlich würde genauer formulieren: Ich bin gegen die Todesstrafe - in jedem Falle. Das Töten von Menschen kann aber, unter gewissen Bedingungen, gerechtfertigt sein (z.B. Selbstverteidigung, Tyrannenmord). Diese Bedingungen sind meines Erachtens bei Verhängung einer Todesstrafe nicht gegeben - man hat den Verbrecher ja dann eh schon eingesperrt.
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Re: Stoning

Beitragvon nickpol » 18.08.2009, 10:32

Ich denke darüber zu befinden ist eine Debatte wert. Wer entscheidet was ein Tyrann ist? Wer legt die Kriterien fest, die eine Person zum Tyrannen machen? Wer hat die Deutungshoheit diesbezüglich? Wie wird mit der Person des "Tyrannenmörders" verfahren?
Friedensnobelpreis, alternativer Nobelpreis, wie oft in der Vergangenheit haben Warlords, nach ihrer Verwandlung vom Saulus zum Paulus gerade Menschenrechtspreise u.a. erhalten.
Selbst Massenmördern und damit auch Tyrannen steht ein rechtliches Verfahren zu. Z.B. kann nach deutscher Rechtssprechnung nur der "Terrorist" genannt werden, der als solcher von einem Gericht wegen Terrors rechtsgültig verurteilt wurde. Alles andere wäre "mutmaßlicher Terrorist".
Es ist eine Frage der Kultur, wie eine Gesellschaft mit Mördern und Tyrannen umgeht.
You can believe in stones, if you wish, as long as you don't throw them at me.
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Re: Stoning

Beitragvon weihrauch » 19.08.2009, 23:16

nickpol hat geschrieben:Ich denke darüber zu befinden ist eine Debatte wert. Wer entscheidet was ein Tyrann ist? Wer legt die Kriterien fest, die eine Person zum Tyrannen machen? Wer hat die Deutungshoheit diesbezüglich? Wie wird mit der Person des "Tyrannenmörders" verfahren?
Friedensnobelpreis, alternativer Nobelpreis, wie oft in der Vergangenheit haben Warlords, nach ihrer Verwandlung vom Saulus zum Paulus gerade Menschenrechtspreise u.a. erhalten.
Selbst Massenmördern und damit auch Tyrannen steht ein rechtliches Verfahren zu. Z.B. kann nach deutscher Rechtssprechnung nur der "Terrorist" genannt werden, der als solcher von einem Gericht wegen Terrors rechtsgültig verurteilt wurde. Alles andere wäre "mutmaßlicher Terrorist".
Es ist eine Frage der Kultur, wie eine Gesellschaft mit Mördern und Tyrannen umgeht.


Vielleicht sollte man die Terminologie der Gewaltverbrecher neu definieren und damit auch Ihr Strafmass.
Siehe anderer Länder andere Sitten. Was hat die Resozialisierung für uns westliche Demokraten für einen moralischen Hintergrund oder gibt es dafür eher keinen.
Ich glaube wenn man erst mal selbst von diesen üblen Dingen selbst betroffen ist, wie es bei mir war, dann weiss man oft nicht mehr was so richtig funktioniert. Trotzdem orientiere ich mich an der Gesellschaftform und auch der juralen, die für mich vernatwortlich ist und hoffentlich.... :blbl:
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