Gottlosigkeit in Deutschland

Zwischen Freiheit und Sklaverei durch indoktrinierte Seelenqual

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Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 27.08.2009, 10:43

Der Glauben an Gott nimmt ab. Eindeutige Zahlen sprechen eine beredte Sprache. Der Osten Deutschlands das Paradies der Säkularen.
Hier zu finden.
Ein vom Glauben unabhängiger Handlungskodex hat sich im Osten herausgebildet.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 27.08.2009, 11:18

Jetzt mach ich hier mal die "Ingrid".

Über die Frömmigkeit der heutigen Atheisten. Eine Rezension über das Buch von Herbert Schnädelbach "Religion in der modernen Welt". Hier zu finden.
Deutschland Radio Kultur hat geschrieben:„Was würde es für unsere Kultur bedeuten, wenn wir unsere religiösen Wurzeln kappten?” Antwort: „Wie sollte das denn gehen? Durch Kirchenschließungen, Bilderstürme, Bücherverbrennungen oder drakonische Umerziehung wie bei den Sowjets? Es geht vielmehr um die Tatsache, dass diese Wurzeln weitgehend abgestorben sind und fast keinen kulturellen Lebenssaft mehr transportieren!”
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Maude » 27.08.2009, 13:52

nickpol hat geschrieben:Jetzt mach ich hier mal die "Ingrid".

Über die Frömmigkeit der heutigen Atheisten. Eine Rezension über das Buch von Herbert Schnädelbach "Religion in der modernen Welt". Hier zu finden.
Deutschland Radio Kultur hat geschrieben:„Was würde es für unsere Kultur bedeuten, wenn wir unsere religiösen Wurzeln kappten?” Antwort: „Wie sollte das denn gehen? Durch Kirchenschließungen, Bilderstürme, Bücherverbrennungen oder drakonische Umerziehung wie bei den Sowjets? Es geht vielmehr um die Tatsache, dass diese Wurzeln weitgehend abgestorben sind und fast keinen kulturellen Lebenssaft mehr transportieren!”


so ganz stimm ich mit der Aussage nicht überein.
Religiöse Wurzeln und Kultur gehören für mich nicht unbedingt zusammen.
Religiöse Wurzeln sind für mich eher die langbestehenden Traditionen der Kirchen, Schamanen, Hutzliputzlis usw.
ich gehe davon aus, dass eine Kultur auch ohne religiösem Hintergrund entstehen kann.

Nach Angaben des Soziologen führt die wachsende Gottlosigkeit aber nicht zu einem Verfall von Sitte und Moral.


hoffentlich hat Schönbohm auch den Artikel aus Kath.net gelesen. :lol:
widerspricht ja ganz dem was er so verzapft hat.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 27.08.2009, 14:08

@Maude
es ist eigentlich nicht wichtig ob Kultur und Religion zusammengehören oder nicht. Ja, man kann sie trennen, für die Zuzkunft sollte das möglich sein. Aber für die Vergangenheit ist das eben nicht möglich, da gehören Religion und Kultur zusammen. Man kann eben Architektur, Kunst, Literatur, Musik nicht von der Religion trennen. Das mag uns nicht gefallen, ändert aber nichts. Auch unter dem Aspekt, dass die Kirche über Jahrhunderte in allem die Deutungshoheit hatte.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Maude » 27.08.2009, 14:35

ja ich weiß :deep:
und das sind ja auch immer die Argumente die vorgebracht werden.
Hand in Hand mit Moral und Sitte.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 27.08.2009, 14:46

Ambrose Bierce hat geschrieben:Unmoral ist die Moral derer, die sich amüsieren
:mrgreen:
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Pleitegeier » 27.08.2009, 23:21

nickpol hat geschrieben:Man kann eben Architektur, Kunst, Literatur, Musik nicht von der Religion trennen. Das mag uns nicht gefallen, ändert aber nichts. Auch unter dem Aspekt, dass die Kirche über Jahrhunderte in allem die Deutungshoheit hatte.


Ich gestehe schon zu: unsere Kultur hat sich im Wechselspiel mit und gegen Religion entwickelt. Wobei es natürlich ein großer Befreiungsschlag war, als z.B. in der Kunst die Religion endlich zurückgedrängt wurde. Es ist auch richtig, daß viele Künstler auch heute noch ab und zu Bezug auf Religion nehmen: hier ein Triptychon, dort eine Illustration eines Bibelmotivs. Astronomie hat sich auch aus der Astrologie entwickelt - dennoch würde ich nicht soweit gehen zu behaupten, daß Astrologie und Astronomie untrennbar sind. Irgendwann steht man auf eigenen Beinen - und besitzt dann eine eigene Kultur. Ob dies heute schon erreicht ist - naja, da kann man drüber diskutieren :P
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 28.08.2009, 10:04

@Pleitegeier

Ich gebe dir ja Recht, und trotzdem wurzeln wesentliche Teile unserer Kultur, Justiz, selbst in den Menschenrechten auf religiöser Basis.
Wollten wir allein, alles das aus unseren Gesetzen entfernen, was aus päpstlichen Enzyklika übernommen wurde, bräuchten wir ein vollkommen neues Gesetzeswerk.
Wer konsequent Religionen aus den staatlichen Strukturen und damit aus der Gesellschaft verdrängen will, stellt den Staat, so wie er jetzt existiert in Frage.
Meines erachtens geht das alles nur schrittweise, sehen andere anders, weil wir den Menschen ihre kulturellen Lebensgrundlagen entziehen würden.
Nimm nur mal in Oberbayern deine vielen Gipfelkreuze, da könnt ich jedesmal kotzen, schaut man in die Gipfelbücher, so sind viele von der Erhabenheit der Schöpfung angetan.
Mein letzter Gipfelbucheintrag war denn auch
"Der Kopf tut weh,
die Füße stinken.
Es ist an der Zeit
ein Bier zu trinken:" :mrgreen:
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Rebecca E. » 28.08.2009, 12:19

@nickpol.

nickpol hat geschrieben:Ich gebe dir ja Recht, und trotzdem wurzeln wesentliche Teile unserer Kultur, Justiz, selbst in den Menschenrechten auf religiöser Basis.


Unsere Kultur beruht auf wesentliche Teile religiöser Kultur? Das glaube ich nicht.

Könntest Du bitte Belege bringen?

Ich bin diesbezüglich anderer Meinung.

Vor allem, wo beruhen denn die Menschenrechte auf religiöser Basis?

Es dürfte für Dich unmöglich sein in den heiligen Schriften Stellen zu finden, in denen z.B. das vornehmste Menschenrecht Gleichberechtigung (zwischen den Geschlechtern und das alle Menschen gleiche Rechte haben) zu finden.

nickpol hat geschrieben:Wollten wir allein, alles das aus unseren Gesetzen entfernen, was aus päpstlichen Enzyklika übernommen wurde, bräuchten wir ein vollkommen neues Gesetzeswerk.


:pillepalle:

nickpol hat geschrieben:Wer konsequent Religionen aus den staatlichen Strukturen und damit aus der Gesellschaft verdrängen will, stellt den Staat, so wie er jetzt existiert in Frage.


Bislang haben die Bürger die Verfilzung von Religion und Staat besser tolerieren können als die Verfilzung von Industrie und Staat. Das wird sich wohl in absehbarer Zeit ändern.

nickpol hat geschrieben:Meines erachtens geht das alles nur schrittweise, sehen andere anders, weil wir den Menschen ihre kulturellen Lebensgrundlagen entziehen würden.


Ich finde, dem Faschismus kann und sollte man von Heute auf Morgen die Lebensgrundlage entziehen.

nickpol hat geschrieben:"Der Kopf tut weh,
die Füße stinken.
Es ist an der Zeit
ein Bier zu trinken:" :mrgreen:


Nett :-)
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 28.08.2009, 14:09

Ich habe nicht geschrieben, dass Teile unserer Kultur auf religiöser Kultur entstanden sind. Das Religiöse ist Bestandteil unserer Kultur.
Ob nun in der Literatur, Architektur, Musik, Philosophie, selbst in den anfänglichen Naturwissenschaften steckt Religion.
Empfehlung hierzu Prof.Dr.Dr. Vollmer "Nur soviel Metaphysik wie nötig". Oder das philosophische Spektrum des ontologischen, methodologischen, metaphilosophischen und epistemologischen Naturalismus.
Von den darstellenden Künsten ganz zu schweigen. Du findest nichts ohne Religionsbezug.
Darüber hinaus das Spektrum der Traditionen, staatspolitische Grundlagen im Feudalismus und im Kapitalismus, alles beruht auf göttlichem Recht, nämlich die den Herrschenden von Gott gegebenen Befugnisse, Schulbildung, Leibeigenschaft, Unterdrückung, Verwertung und Verteilung des gesellschaftlichen Mehrwerts, alles Gott gegeben. Davon steht nicht unbedingt etwas in den Schriften oder in der Bibel, es sind die Enzykliken des Papstes die den Umgang der Gesellschaften, (katholisch) und ihrer Individuen geregelt haben.
Die letzte Enzyklika des Papstes beschäftigt sich mit der Krise des Finanzsystems und der Wirtschaft. Er legt eindeutig moralische und ethische Wertvorstellungen fest, nämlich wie die Lasten und die Gewinne(Mehrwert) sozial gerecht zu verteilen wären.
Wenn du dich etwas mit Neoliberalismus und Calvinismus beschäftigen willst, dann empfehle ich Milton Friedman Money and Banking Workshop oder die Literatur von Hayek. Zutiefst religiös. Oder die Desiderata, die als Grundlage, zutiefst religiös, für eine Reihe kapitalistischer Modelle eine wesentliche Rolle spielt und heute als Vorstellung des New Age grassiert.

Rebecca, wenn du nur in den heiligen Schriften nach Anzeichen modernen Lebens suchst, hast du schon verloren. Jeder Theologe würde dich an die Wand spielen. Diese Brüder und ihre Kirchen sind flexibel, auf überleben getrimmt.

Interessantes Fach Geschichte der Justiz und ihrer Gesetze. Einiges, s.o., habe ich ja schon geschrieben, die Preußische Landordnung, als ein Vorläufer des BGB, da kommen noch der Code Civil von Napoleon, das Römische Recht uvam. sind von Gottes Gnaden. Ich erspare mir jetzt hier die Einzelheiten, da reicht oftmals schon das Studium der Präambeln.
Selbst im deutschen Grundgesetz ist der Gottesbezug vorhanden.
Fortsetzung folgt.
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Ich bin mir nicht sicher ob wir partiell aneinander vorbeire

Beitragvon Rebecca E. » 28.08.2009, 18:45

@nickpol.

nickpol hat geschrieben:Ich habe nicht geschrieben, dass Teile unserer Kultur auf religiöser Kultur entstanden sind. Das Religiöse ist Bestandteil unserer Kultur.


Du hast geschrieben das wesentliche Teile unserer Kultur, unserer Justiz und die Menschenrechte auf religiöser Basis wurzeln würden.

Wer solche mutigen Aussagen macht, sollte sich nicht scheuen das vernünftig zu begründen.

nickpol hat geschrieben:Ob nun in der Literatur, Architektur, Musik, Philosophie, selbst in den anfänglichen Naturwissenschaften steckt Religion.


Ich zweifele ob Du Dir eigentlich darüber im klaren bist was Du hier grade für Klopfer abläßt.

Märchen und Geschichtenerzählungen sind sicherlich vor den religiösen Lügenmärchen entstanden. Architektur, das ist auch so ein Schenkelklopfer von Dir. Nicht überall gibt es geeignete Höhlen oder Erdlöcher in denen man ordentlich wohnen könnte.

Das bauen und leben in Häusern hat ganz einfach einen praktischen Ursprung. Gleiches gilt für Zäune, um wilde Tiere vom Grundstück fern zu halten. Heutzutage eher weniger vonnöten, aber dennoch praktisch wenn man Kleinkindern einen unbeschwerten Zugang zum Garten ermöglichen will, ohne das sie bei nächster Gelegenheit vor ein vorbeifahrendes Auto laufen. Auch wenn sich heute noch einige Zeitgenossen einen Lattenjupp an ihre Stubenwände hängen, ihr Haus wird nach wie vor ein Profanbau bleiben. Selbst wenn Prachtbauten mit religiöser Absicht gebaut worden sind, wäre es vermessen zu behaupten alle Prachtbauten hätten einen religiösen Hintergrund, oder nur die religiöse Motivation hätte Architekten und Bauingenieure dazu angespornt Bauwerke jenseits des Alltäglichen zu realisieren.

Wieviel klerikal motivierte Musik hörst Du eigentlich in Deinem Alltag? Meiner Meinung nach ist die Lust an der Bewegung nach dem Rythmus signifikant älter als jeglicher theistischer Singsang - von wem auch immer.

In Philosphie soll Religion drin stecken - ich schmeiß mich weg.

Ich wage es gar nicht zu hoffen ob Du Dir im klaren bist woraus sich Naturwissenschaften herausgebildet haben. Die ersten "Naturwissenschaftler" waren die Ingenieurswissenschaftler. Bauingenieuere und Maschinenbauer können diesbezüglich auf jahrtausende alte Erfahrungen zurückgreifen. Sie waren es letztendlich, die Prachtbauten ermöglichten - und auch Waffen und Werkzeuge.

Der Klerus hätte es gerne, das er der unvermeidliche Ursprung der Weltordnung ist. Das darf man nie aus den Augen verlieren. Sie haben gelogen und sie lügen wo es ihnen opportun ist. Selbstverständlich wider besseren Wissens. Damals wie heute.

nickpol hat geschrieben:Empfehlung hierzu Prof.Dr.Dr. Vollmer "Nur soviel Metaphysik wie nötig".


Ich würde Modelle nicht als Metaphysik bezeichnen.

Es ist außerdem nicht so, das sich aus komplexen Systeme immer zwangsweise komplexere Systeme entwickeln. Auch komplexe systeme können sich zu einfacheren Systemen weiterentwickeln.

nickpol hat geschrieben:Von den darstellenden Künsten ganz zu schweigen. Du findest nichts ohne Religionsbezug.


So langsam frage ich mich ob Deutsch Deine Mutersprache ist und ob Du Dir wirklich im klaren bist was Du hier so von Dir gibst.

Es steht Dir natürlich frei die Kunst mit der Brille des Kölschen Erzbischof Kardinal Joachim Meisner zu betrachten. Ich folge dem nicht, sondern sehe das Thema eher so wie Jürgen Becker.

nickpol hat geschrieben:Darüber hinaus das Spektrum der Traditionen, staatspolitische Grundlagen im Feudalismus und im Kapitalismus, alles beruht auf göttlichem Recht, nämlich die den Herrschenden von Gott gegebenen Befugnisse, Schulbildung, Leibeigenschaft, Unterdrückung, Verwertung und Verteilung des gesellschaftlichen Mehrwerts, alles Gott gegeben.


Das ist nicht Dein Ernst, oder?

Ich stimme Dir ja zu, das jegliche Motivation jeden Kleruses Macht und Reichtum ist. Aber Schulbildung oder gar Ausbildung gehört definitiv nicht dazu.

nickpol hat geschrieben:Davon steht nicht unbedingt etwas in den Schriften oder in der Bibel, es sind die Enzykliken des Papstes die den Umgang der Gesellschaften, (katholisch) und ihrer Individuen geregelt haben.


Was für Drogen konsumierst Du eigentlich?

nickpol hat geschrieben:Die letzte Enzyklika des Papstes beschäftigt sich mit der Krise des Finanzsystems und der Wirtschaft. Er legt eindeutig moralische und ethische Wertvorstellungen fest, nämlich wie die Lasten und die Gewinne(Mehrwert) sozial gerecht zu verteilen wären.


Noch so ein Schenkelklopfer.

Wer war noch mal Hauptaktionär von der "Bank of America" bevor sie von der NationsBank aufgekauft wurde?

nickpol hat geschrieben:Wenn du dich etwas mit Neoliberalismus und Calvinismus beschäftigen willst, dann empfehle ich Milton Friedman Money and Banking Workshop oder die Literatur von Hayek. Zutiefst religiös. Oder die Desiderata, die als Grundlage, zutiefst religiös, für eine Reihe kapitalistischer Modelle eine wesentliche Rolle spielt und heute als Vorstellung des New Age grassiert.


Es gibt logische Gründe, warum die römisch katholische Kirche gegen den Kommunismus ist.

nickpol hat geschrieben:Rebecca, wenn du nur in den heiligen Schriften nach Anzeichen modernen Lebens suchst, hast du schon verloren. Jeder Theologe würde dich an die Wand spielen. Diese Brüder und ihre Kirchen sind flexibel, auf überleben getrimmt.


Römisch katholische Kirche oder das Christenum überhaupt schließen modernes Leben aus. Da können sich diese Parasiten winden wie sie wollen.

Wenn ein Pfaffe behauptet das Menschenrechte seiner Religion geschuldet sind, dann möge er das bitte anhand seiner heiligen Schriften belegen. Nachher behaupten sie noch Galileo Galilei wäre von der Bibel inspiriert worden und nicht von Nicolaus Copernicus, der wiederum von Aristarchon von Samos inspiriert wurde. Wie die Kirche damals mit solchen Ketzern wie Giordano Bruno umging wußte Galileo Galilei nur zu gut.

nickpol hat geschrieben:Interessantes Fach Geschichte der Justiz und ihrer Gesetze. Einiges, s.o., habe ich ja schon geschrieben, die Preußische Landordnung, als ein Vorläufer des BGB, da kommen noch der Code Civil von Napoleon, das Römische Recht uvam. sind von Gottes Gnaden. Ich erspare mir jetzt hier die Einzelheiten, da reicht oftmals schon das Studium der Präambeln.


Was für ein Mumpitz.

Was ist älter?

Römisches Recht oder die römisch katholische Kirche?

Noch so ein Brüller. Die Preußen und die römische katholische Kirche - Adalbert von Prag und Bruno von Querfurt könnten da ein Lied von singen. Waren schon ein komisches Volk die Prußen.

Es gibt nur ein deutsches Grundgesetz. Dies hat einen ganz bestimmten Grund. Auch wenn in der Präambel vom Grundgesetz steht das sich das deutsche Volk das Grundgesetz selbst gegeben hätte, so ist das nur eine weitere dreiste Lüge.

nickpol hat geschrieben:Selbst im deutschen Grundgesetz ist der Gottesbezug vorhanden.
Fortsetzung folgt.


Von welchem Gott ist da eigentlich die Rede?

Wenn Gott im Grundgesetz einen Wert außerhalb einer Floskel gehabt hätte, hätte eine Begriffsbestimmung folgen müssen.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 29.08.2009, 13:21

Ok, OK, ich wollte das eigentlich fortsetzen, aber mit ad hominems und leeren Argumenten kann man nicht diskutieren.

Lies mal die Präambel zum Grundgesetz, gleich der erste Satz.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Rebecca E. » 29.08.2009, 15:29

@nickpol.

nickpol hat geschrieben:Ok, OK, ich wollte das eigentlich fortsetzen, aber mit ad hominems und leeren Argumenten kann man nicht diskutieren.

Lies mal die Präambel zum Grundgesetz, gleich der erste Satz.


Lesen ist ja ganz gut und schön, aber das Verstehen ist entscheidend!

Eine Verfassung wird dem Volk zur Abstimmung vorgelegt, ob es zukünftig danach leben möchte. Dies ist beim Grundgesetz nachweislich nicht geschehen und das wußten auch die Grundgesetz Mütter und Väter. Darum bestanden sie auch darauf das das Grundgesetz Grundgesetz heißt und nicht Verfassung, auch wenn es unter Zwang der "Alliierten" entstanden ist.

Es reicht eben nicht aus, wenn Volksvertreter selbstgefällig darüber bestimmen ob eine Verfassung nun eine Verfassung ist.

Von welchem Gott ist denn da die Rede?

Zeus? Teiwaz? Manitu?

60 Jahre Grundgesetz; Gibt es überhaupt etwas zu feiern?
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Maude » 31.08.2009, 10:01

[quote="nickpol]Selbst im deutschen Grundgesetz ist der Gottesbezug vorhanden.
[/quote]

und es wird in letzter Zeit, Scott sei Dank, immer wieder darüber diskutiert.
egal ob in Deutschland oder der EU, in der heutigen Zeit ist es nicht angebracht, einen Gott, welcher auch immer, in eine Verfassung aufzunehmen.
oder willst Du dass Gott, Allah, Fitzliputzli oder das lila Einhorn in der Verfassung als Gottesbezug steht?

Kultur, Naturwissenschaften haben nicht zwangsläufig in der Geschichte mit Religion zu tun.
da braucht man nur mal die alten Griechen anschauen.
was hat z.B. Archimedes mit Religion zu tun?

und trotzdem wurzeln wesentliche Teile unserer Kultur, Justiz, selbst in den Menschenrechten auf religiöser Basis.


wesentliche Teile sind nicht alle und die Menschenrechte sind sicher nicht auf Religion zurückzuführen, sonder auf Humanismus.
und Justiz?
dass ich nicht lache, schau doch mal in die Vergangenheit.
die Kirche hat sich eher eine Machtposition aufgebaut und die schamlos ausgenutzt.
und Kirchen sind die einzigen Beispiele die mir bei Architektur einfallen.

muß weg, bis nachher
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Maude » 31.08.2009, 12:46

eine Erklärung aus der Schweiz

heute gefunden :P
hab hier leider keinen Ton für Youtube :?
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Rebecca E. » 31.08.2009, 14:09

@Maude.

Maude hat geschrieben:und Kirchen sind die einzigen Beispiele die mir bei Architektur einfallen.


Je mehr massive Masse, desto länger bleiben die Bauwerke bestehen. (Wenn man Maschinen und Fahrzeuge hinzufügt, dann könnten die letzten von Menschenhand erzeugten Produkte die zurückgelassenen Gegenstände auf dem Mond und die Sateliten sein.)

Chinesische Mauer, Kolloseum. Burgen Schlösser Wehranlagen.

Auch wenn sich die Kirchen dagegen wehren das ihre Bauwerke die Schönsten und die Größten sind, (nichts darf höher in München gebaut werden als die Jungfrauenkriche) so ist doch deren Zeit abgelaufen. Mehrere Sportarenen und Wolkenkratzer, Staudämme werden und sind viel beeindruckender als es die religiösen Bauwerke je waren.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 31.08.2009, 15:01

Mit platten Atheismus kommt man aber nicht weiter.
Die erste Rechtsvorschrift, die schriftlich fixiert wurde, waren die 10 Gebote, die sich leider heute immer noch durch unsere Rechtskonstrukte schrauben.
Die wohl markanteste noch gültige religiöse Rechtsvorschrift ist das Reichskonkordat, welches unser aller Leben mehr oder weniger beeinflusst.
Das römische Recht, der Corpus Iuris Civilis wurde im Mittelalter stark kodifiziert und hat noch heute seine Daseinsberechtigung im deutschen Privatrecht, also BGB.
Verfassungsrecht im MA wurde über die "Goldene Bulle" geregelt. Die Könige habe sich mit diesem Instrument, vom Papst losgesagt, aber nur sie. Die Goldene Bulle hat kein neues Recht geschaffen, sondern lediglich die verfassungsrechtlichen Fragen der Königswahl geregelt.
Die Päpste ihrerseits haben über die "Bullen" in die weltliche Gerichtssprechung eingegriffen, selbst Völkerrecht geschaffen.
Kanonische Rechtssprechnung, sie ist heute Bestandteil der Rechtsgeschichte war gültiger und vollstreckbarer Bestandteil mittelalterlicher, feudaler Strukturen.
Quelle:
Quellen zur mittelalt. Reichsgesch. (u.a. Sachsenspiegel, Goldene Bulle) - Prof. Jenks.
Bracton, Henry de: De Legibus Et Consuetudinibus Angliæ - Cornell
Regesta Imperii
Churfürstlicher Pfaltz bey Rhein etc. Land-Recht - Uni Mannheim
Annotationes in primum librum...- Uni Mannheim
Magna Charta von 1215.

Das kanonische Recht wurde zum großen Teil von weltlichen, also feudalen Exekutiven vollstreckt. Mit der Aufklärung, die u.a. auch durch religiöse Wissenschaftler betrieben wurde, wurde der Einfluß der Kirchen zurückgedrängt. Die Ursachen hierfür sind aber einfach zu benennen. Die sich verändernden Produktionsverhältnisse. Der Feudaladel hat sich selbst abgewirtschaftet und mit ihm die feudale Kirche. D.h. aber auch, eine Fülle von Rechtsvorschriften, Gesetzen, Verordnungen usw. wurden nur kodifiziert, in ihren inhaltlichen Aussagen nicht verändert. Grund hierfür ist der Anspruch der christlichen Moral und Ethik. Die bis heute überall in unserer Rechtssprechnung zu finden ist.
Der Humanismus der Antike wurde durch das Christentum regelrecht mißbraucht. Die Kirche hat das Gute des antiken Humanismus genommen und ihrerseits mit religiösen Vorschriften und Ansprüchen ergänzt. Das wird heute weltweit als Humanismus verkauft und findet sich selbst im Völkerrecht.
Die Enzykliken der Päpste werden immer noch als moralische Instanzen verwendet, sie finden sogar Eingang in den Programmen diverser Parteien.

Und noch etwas, ich bin Atheist, noch nicht einmal getauft, ich lasse mir von niemanden unterstellen, dass ich dafür wäre ihrgendwelche religiösen Formeln irgendwo aufzunehmen. Ich bin dafür sie zu entfernen, dass setzt aber die Kenntnis voraus, nämlich zu wissen, wo sich diese überhaupt befinden. Angesichts der hier im Thread laufenden Diskussion kann ich nur sagen, wer so diskutiert liefert den religiösen Kräften in diesem Land vortreffliche Munition. Wenn sie gar nicht einfach darüber lachen. Mal abgesehen davon, dass das keine Streitkultur ist.
Man kann sich über Argumente und Fakten trefflich streiten, aber ohne strunzdumme ad hominems.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Maude » 01.09.2009, 07:10

@ Nickpol

Das kanonische Recht wurde zum großen Teil von weltlichen, also feudalen Exekutiven vollstreckt. Mit der Aufklärung, die u.a. auch durch religiöse Wissenschaftler betrieben wurde, wurde der Einfluß der Kirchen zurückgedrängt. Die Ursachen hierfür sind aber einfach zu benennen. Die sich verändernden Produktionsverhältnisse. Der Feudaladel hat sich selbst abgewirtschaftet und mit ihm die feudale Kirche. D.h. aber auch, eine Fülle von Rechtsvorschriften, Gesetzen, Verordnungen usw. wurden nur kodifiziert, in ihren inhaltlichen Aussagen nicht verändert. Grund hierfür ist der Anspruch der christlichen Moral und Ethik. Die bis heute überall in unserer Rechtssprechnung zu finden ist.
Der Humanismus der Antike wurde durch das Christentum regelrecht mißbraucht. Die Kirche hat das Gute des antiken Humanismus genommen und ihrerseits mit religiösen Vorschriften und Ansprüchen ergänzt. Das wird heute weltweit als Humanismus verkauft und findet sich selbst im Völkerrecht.
Die Enzykliken der Päpste werden immer noch als moralische Instanzen verwendet, sie finden sogar Eingang in den Programmen diverser Parteien.


da schreibst Du es doch selbst :!:
nicht umsonst hat Deschner die Kriminalgeschichte der Kirche geschrieben.

Und noch etwas, ich bin Atheist, noch nicht einmal getauft, ich lasse mir von niemanden unterstellen, dass ich dafür wäre ihrgendwelche religiösen Formeln irgendwo aufzunehmen. Ich bin dafür sie zu entfernen, dass setzt aber die Kenntnis voraus, nämlich zu wissen, wo sich diese überhaupt befinden.


so kam das bei Deiner Argumentation leider nicht rüber :deep:
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Rebecca E. » 01.09.2009, 07:26

@nickpol.

nickpol hat geschrieben:Mit platten Atheismus kommt man aber nicht weiter.


Nicht das ich Atheistin wäre, aber Kritik ist doch gestattet?

nickpol hat geschrieben:Die erste Rechtsvorschrift, die schriftlich fixiert wurde, waren die 10 Gebote, die sich leider heute immer noch durch unsere Rechtskonstrukte schrauben.


Warum immer diese Christenpropaganda? (Christenpropaganda, weil ich noch keinen Juden(Jüdin) erlebt habe die dies so energisch behauptet wie stets die Christen, die das alte Testament von den Juden sich zu Eigen gemacht haben.)

Das Judentum gibt es erst seit 2500 Jahren. Rechtsvorschriften gibt es nachweislich schon viel länger. (Codex Hammurapi)

nickpol hat geschrieben:Die wohl markanteste noch gültige religiöse Rechtsvorschrift ist das Reichskonkordat, welches unser aller Leben mehr oder weniger beeinflusst.


Das Reichskonkordat ist ein Vertrag der nur zum Teil gültig sein kann obwohl er eigentlich als ganzes gültig zu sein hat. Dennoch ist das Reichskonkordat nur ein Vertrag zwischen Kirchen und deutschem Reich. Er regelt nicht das Zusammenspiel zwischen Bürgern und Kirche.

nickpol hat geschrieben:Das römische Recht, der Corpus Iuris Civilis wurde im Mittelalter stark kodifiziert und hat noch heute seine Daseinsberechtigung im deutschen Privatrecht, also BGB.


Damit habe ich mich persönlich noch nicht beschäftigt als das ich dazu etwas qualifiziert sagen könnte. Das einzige was ich weiß ist, das auch Rechtssysteme einer fortschreitenden Entwicklung unterliegen.

nickpol hat geschrieben:Der Humanismus der Antike wurde durch das Christentum regelrecht mißbraucht. Die Kirche hat das Gute des antiken Humanismus genommen und ihrerseits mit religiösen Vorschriften und Ansprüchen ergänzt. Das wird heute weltweit als Humanismus verkauft und findet sich selbst im Völkerrecht.


Ja, das können Christen ganz besonders gut. Menschen bei lebendigen Leibe auf Scheiterhaufen christlich erleuchten, um deren Seele wegen.

Aber nicht nur der antike Humanismus wird vom Christentum mißbraucht, auch der gegenwärtige Humanismus.

Dürfen heute eigentlich christliche Priester Kinder schlagen? Haben christliche Priester wirklich Narrenfreiheit bezüglich Kindesmißbrauch?

nickpol hat geschrieben:Die Enzykliken der Päpste werden immer noch als moralische Instanzen verwendet, sie finden sogar Eingang in den Programmen diverser Parteien.


Und das sagt was aus? Eigentlich nur das, das die Parteien Stimmen von Christen wollen.

nickpol hat geschrieben:Und noch etwas, ich bin Atheist, noch nicht einmal getauft, ich lasse mir von niemanden unterstellen, dass ich dafür wäre ihrgendwelche religiösen Formeln irgendwo aufzunehmen.


Und warum verbreitest Du dann positiv besetzte christliche Propaganda die durch geeignete Recherche innerhalb von Minuten als Lügenpropaganda entlarvt ist?

nickpol hat geschrieben:Ich bin dafür sie zu entfernen, dass setzt aber die Kenntnis voraus, nämlich zu wissen, wo sich diese überhaupt befinden. Angesichts der hier im Thread laufenden Diskussion kann ich nur sagen, wer so diskutiert liefert den religiösen Kräften in diesem Land vortreffliche Munition. Wenn sie gar nicht einfach darüber lachen. Mal abgesehen davon, dass das keine Streitkultur ist.


Ich bin nicht die Person die behauptet, das alle jemals gemachten menschlichen Errungenschaften die wir heute nutzen, einen religiösen Ursprung haben.

Dein Beispiel mit den "10 Geboten" war wieder so ein Beispiel.

Mach doch einfach mal den Praxistest. Frag mal die Christen nach den 10 Geboten. Meist bekommst Du als erstes zu hören "Du sollst nicht töten". Sie wissen meist nicht wovon sie sprechen und haben nur das verinnerlicht was Pfaffen ihnen im Religionsunterricht eingetrichtert haben. Das sich eben alles auf ihren Gott und ihre "gute" Moral zurückführen ließe.
Ähnliches gilt für das Grundgesetz und die Menschenrechte. Die haben die meisten Menschen nicht gelesen, sondern bestenfalls in der Schule mal etwas davon gehört.

nickpol hat geschrieben:Man kann sich über Argumente und Fakten trefflich streiten, aber ohne strunzdumme ad hominems.


Bist Du eigentlich immer noch der Meinung, das die Naturwissenschaften oder überhaupt die Wissenschaften ihren Ursprung in den Religionen oder im ganz besonderen ihre Ursprünge in der christlichen Religionen haben?
(Religionen verkünden unabänderliche Wahrheit, während die Wissenschaft von Anfang an nach Wahrheit sucht.)

Sind die 10 Gebote immer noch die erste Rechtsvorrschrift für Dich?

Du läßt hier Klopfer los, die ich bei Christen deutlich gelassener stehen lassen kann als wenn sie von einem säkularen Humanisten stammen. Denn aus dem Munde eines säkularen Humanisten wirken sie so absurd als ob er die Position der Gegenseite vertritt. Vor allem wenn er so ein lesenswertes Portal wie Du betreibt und es in unserem Forum Mitglieder gibt die Dich so schätzen das sie sich Dich als Admin in unserem Forum wünschen.

Wir sind uns höchstwahrscheinlich darüber einig das die Religionen zu viele ihrer wünschenswerten Elemente in unsere Gesellschaft rechtlich verankert haben (§§ 166, 167 StGB z.B.).

Aber bedenke bitte immer wer behauptet was aus welchem Grund und mit welchem Hintergrund.

:aetsch:
Ich bin definitiv keine Christenversteherin!
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon nickpol » 01.09.2009, 11:32

Rebecca, der Schauspieler, der einen Alkoholiker spielt, muss noch lange keiner sein. Für mich sind die Kirchen, nicht die Gläubigen eine gesellschaftliche Bedrohung und insofern betreibe ich auch keine positive, christliche Propaganda.
Das Judentum ist über 4000 Jahre alt und somit eine der ältesten Religionen. Es ist vollkommen wurscht, ob es deren 10 Gebote sind oder die der Katholen. Fakt ist, dass deren Moral und Ethik noch heute in unserer Gesellschaft bestimmend sind, bzw. immanent vorhanden.
Der Mißbrauch geht von der Institution Kirche aus, nicht von den Gläubigen, die sehe ich eh als Opfer.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Pleitegeier » 16.09.2009, 11:43

nickpol hat geschrieben:Der Mißbrauch geht von der Institution Kirche aus, nicht von den Gläubigen, die sehe ich eh als Opfer.


Aus diesem Grund ist die Aufklärung von Gläubigen so wichtig. Wobei ich so meine Schwierigkeiten habe, mir eine Schuld einer "Institution" Kirche vorzustellen. Zur Institution Kirche gehören letztendlich die Gläubigen wieder dazu.
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon weihrauch » 18.09.2009, 01:12

Pleitegeier hat geschrieben:
nickpol hat geschrieben:Der Mißbrauch geht von der Institution Kirche aus, nicht von den Gläubigen, die sehe ich eh als Opfer.


Aus diesem Grund ist die Aufklärung von Gläubigen so wichtig. Wobei ich so meine Schwierigkeiten habe, mir eine Schuld einer "Institution" Kirche vorzustellen. Zur Institution Kirche gehören letztendlich die Gläubigen wieder dazu.

Jede Institution definiert sich über die Mündigkeit Ihrer Mitglieder und die kann man oder auch nicht steuern und reglementieren.
Nur über was soll man denn Gläubige aufklären, da diese eh dem cretanistischem Prinzip folgen und eigentlich von den 3 menschlich bestimmenden Faktoren nur das erste und letzte, wobei eigentlich das erste (Verstand)Faktorenelement ihren kapit. orientierten Prämissen folgt. Weiss nicht ob die Institution diese Dinge wirklich will.
Wer oben in der Rangordnung sitzt hat auch dementsprechende Verantwortungsebenen, die er nach irgendwelchen Regeln oder Vorgaben einhalten soll. Das sehe ich hier aber ganz daneben geschaut. Naja in Wien regieren eben noch andere Idiopathen.
nachdem ich alles weiss brauche ich nichts mehr zu glauben
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Re: Gottlosigkeit in Deutschland

Beitragvon Maude » 18.09.2009, 09:11

Pleitegeier hat geschrieben:
nickpol hat geschrieben:Der Mißbrauch geht von der Institution Kirche aus, nicht von den Gläubigen, die sehe ich eh als Opfer.


Aus diesem Grund ist die Aufklärung von Gläubigen so wichtig. Wobei ich so meine Schwierigkeiten habe, mir eine Schuld einer "Institution" Kirche vorzustellen. Zur Institution Kirche gehören letztendlich die Gläubigen wieder dazu.


der Mißbrauch geht von der Kirche aus, aber vielleicht kann man nicht von Schuld reden, ich nehme das Wort nicht so gerne in den Mund, sondern davon, dass Menschen, die in einer Instutution die Macht und das Sagen haben, sich dessen bewußt sind und es ausnutzen


Weihrauch hat geschrieben:Jede Institution definiert sich über die Mündigkeit Ihrer Mitglieder und die kann man oder auch nicht steuern und reglementieren.


dem kann ich absolut nicht zustimmen.
das ist ja der große Haken, dass die meisten Gläubigen, egal welcher Religion sie angehören, nicht mündig sind.
schau Dich um auf der Welt oder blick zurück in die Geschichte.
von klein auf werden die Menschen indoktriniert und ihnen von Göttern und Geisteren erzählt, bis sie davon überzeugt sind, dass es sie wirklich gibt.
oder sie werden mit den Märchen der Bibel konfrontiert und ihnen selektiv das "Gute" davon gebetsmühlenartig vorgesetzt, ohne dass ihnen je der Gedanke von Kritik kommt oder sie hinterfragen.
Pfaffen werden gezielt in ihrem Studium zu Menschenführung und Manipulation unterrichtet.
sie wissen es sehr wohl, denn es wird ihnen ähnlich einer Gehirnwäsche eingebleut
bis aus ihnen Schwarzkittel werden, die fähig sind, dieses Geschwurl wie bei Zenit vom Stapel zu lassen und es auch wirklich davon felsenfest davon überzeugt sind.
und diese feste Überzeugung läßt die meisten Gläubigen zu braven, alles glaubenden Schafen werden. :evil:
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