Zentralrat der Konfessionslosen

Zwischen Freiheit und Sklaverei durch indoktrinierte Seelenqual

Moderatoren: Zebra, Maude, Moderation

Brauchen wir einen Zentralrat der Konfessionslosen?

Ja, brauchen wir unbedingt
11
58%
Ist mir egal
4
21%
Nein, halte ich für keine gute Idee
4
21%
 
Abstimmungen insgesamt : 19

Zentralrat der Konfessionslosen

Beitragvon MichaelNiepel » 12.02.2005, 18:38

Tach Gemeinde,

Maude hat Rebecca und Rebecca hat mich gefragt, ob der HVD Bielefeld schon eine Meinung zum Thema "Zentralrat der Konfessionslosen" hat. Die Idee stammt vom IBKA (oder einzelnen Mitgliedern) - Text hier.

Vom HVD kenne ich bisher nur ein Papier von Joachim Kahl und Armin Pfahl-Traughber, das ich hier hinterlegt habe.

Möchte jemand darüber diskutieren? Dann hätte ich auch einen Grund, die Papiere mal etwas ausführlicher zu lesen.

Beste Grüße
Michael
Benutzeravatar
MichaelNiepel
Moderator
 
Beiträge: 110
Registriert: 29.12.2003, 16:16
Wohnort: Horn-Bad Meinberg

Beitragvon orwell » 12.02.2005, 19:22

Ich halte die Eigenschaft "Religionslos" (oder wie man es nennen möchte) für viel zu allgemein, als dass man die Menschen die sich als Religionslos bezeichnen unter einen Hut bekommen könnte, d.h. IHMO sind Religionslose zu verschieden. Die Ansichten die ein solcher Rat vertreten könnte wären entweder zu allgemein (um möglichst viele Religionslose zu vertreten), oder der Rat würde nur einen kleinen Teil der Religionslosen vertreten (wenn er eine zu spezielle Ethik vertritt).

Anders als Christen u.A. gehorchen Atheisten nicht einem gottgegebenen Programm.
Benutzeravatar
orwell
Mutig
 
Beiträge: 878
Registriert: 21.07.2004, 12:34
Wohnort: Greifswald

Beitragvon Helmut P » 13.02.2005, 09:33

Atheismus ist zwar genauso wenig eine Religion wie das Nichsammeln von Briefmarken ein Hobby ist. Und es würde niemanden einfallen einen Verein der Nichtbriemarkensammler zu gründen. Ich gebe auch Orwell recht, wenn er schreibt, dass die Intensionen der "Ungläubigen" sehr sehr unterschiedlich sind.

Andererseits sehe ich, welche Rechte den Gläubigen (zum Beispiel im öffentlich-rechtlichen Rundfunk) eingeräumt werden und wie wenig die Geisteshaltung der Gottlosen Berücksichtigung findet. In ethischen Fragen braucht bloß ein Gläubiger sein Argument mit Gottes Wile untermauern und schon muss jeder, der widerspricht mit dem Vorwurf der Blasphemie rechnen.

Allein um den Argumenten der Religionslosen mehr Gewicht zu verleihen, wäre es notwendig, dass sich die Religionslosen auf ein Minimum von gemeinsamen Konzept zu verständigen. Ich kann die Idee eines "Dachverbandes" nur für gut heißen.

PS. Ich habe für "Brauchen wir" gestimmt, auch wenn die Formulierung "wird gebraucht" besser für mich zutreffen würde.
So lange ich geradeaus denken kann, möchte ich mir meinen Verstand nicht von Esoterikern verbiegen lassen.
Benutzeravatar
Helmut P
Pinky Bonsai-Grufti
 
Beiträge: 2747
Registriert: 28.07.2004, 16:36
Wohnort: Tuntenhausen

Beitragvon Maude » 13.02.2005, 12:08

Es gibt bereits einen Dachverband, in dem einige Institutionen aus Süddeutschland vertreten sind.
Vom dem hört man nicht viel.
Was mich zu einem Ja veranlaßt ist, dass jeder bisher sein Süppchen selbst kocht.
Natürlich hört man da und dort die Stimmen von den verschiedenen Institutionen. Doch ist das meist regional.
Hier in München und Bayern ist es z.T. der BfG, in Nürnberg der HvD, den IBKA eher weniger.
Was mir bei der Diskussion im FGH und inzwischen auch beim BfG auffällt ist, dass gerade Institutionen nichts von der Idee von Schmidt-Salomon hält.
Ihnen erscheint es unmöglich die vielen verschiedenen Institutionen mit ihren verschiedenen Meinungen unter einen Hut zu bringen. Oder haben sie davor Angst in der Masse unterzugehen?
Sie können doch vorort genauso weitermachen. Das ist doch wichtig.
Doch ein Knackpunkt ist, dass sich Vertreter der einzelnen Institutionen finden, die die Zeit haben sich für einen Zentralrat einzusetzen und sich mehrmals im Jahr irgendwo in Deutschland zu treffen.

Ansonsten bin ich der Meinung, man sollte Schmidt-Salomon eine Chance geben, denn es ist schon wichtig, dass es einen "Zentralrat der Konfessionsfeien" gibt, der Name prägt sich eher ein, und damit Vertreter der einzelnen Institutionen in Politik und Medienwelt präsent ist.
Außerdem hat er schon einen Namen und kann sich medienwirksam präsentieren.
Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal
Ralf Schmitz
Benutzeravatar
Maude
die rosane, nein lieber lila, ...
 
Beiträge: 5362
Registriert: 26.07.2004, 06:51
Wohnort: am Stadtrand von München

Beitragvon ric » 13.02.2005, 14:13

Maude hat geschrieben:...Ansonsten bin ich der Meinung, man sollte Schmidt-Salomon eine Chance geben, denn es ist schon wichtig, dass es einen "Zentralrat der Konfessionsfeien" gibt, der Name prägt sich eher ein, und damit Vertreter der einzelnen Institutionen in Politik und Medienwelt präsent ist....
Ich würde z.B. einem solchen Verband nicht beitreten bzw mich vertreten fühlen, da ich der Meinung bin, daß Konfession völlig irrelevant ist (sein sollte). Durch den Verwendung des Begriffes wertet man Konfessionen noch zusätzlich auf.

Andererseits besteht schon ein Bedarf an einem Gegengewicht zu diesen ganzen Religionsverbänden....

Vielleicht "Verband für Toleranz/Freiheit" ?
Benutzeravatar
ric
Neugieriger Besserwisser.
 
Beiträge: 7754
Registriert: 30.12.2003, 11:38
Wohnort: tiefstes Bayern

Beitragvon Maude » 13.02.2005, 15:51

Hi Ric

Hier der Artikel in der MIZ

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/A ... ralrat.pdf

darin findest Du auch die Erklärung für den "Zentralrat"
Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal
Ralf Schmitz
Benutzeravatar
Maude
die rosane, nein lieber lila, ...
 
Beiträge: 5362
Registriert: 26.07.2004, 06:51
Wohnort: am Stadtrand von München

Beitragvon Hugo de la Smile » 13.02.2005, 16:05

ich habe mit "ist mir egal" abgestimmt(weil's mir egal ist).
(übrigens konfessionslos vs konfessionsfrei:()
Hugo de la Smile
Involviert
 
Beiträge: 241
Registriert: 08.02.2005, 19:36
Wohnort: berlin

Wer soll wen vertreten?

Beitragvon MichaelNiepel » 13.02.2005, 18:28

Ich stimme Orwell zu:
Die Ansichten die ein solcher Rat vertreten könnte wären entweder zu allgemein (um möglichst viele Religionslose zu vertreten), oder der Rat würde nur einen kleinen Teil der Religionslosen vertreten (wenn er eine zu spezielle Ethik vertritt).

Das Problem ist mir besonders in dem Papier von Kahl und Pfahl-Traughber aufgefallen. Die Gruppe, die sie eigentlich vertreten können und wollen, soll durch den folgenden "Minimalkonsens" definiert sein:
Hier empfiehlt sich bereits in einer frühen Phase die Anbindung der Mitwirkung an einen Minimalkonsens, der in der Akzeptanz von humanistischen Grundwerten bestehen sollte: wie Demokratie und Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Pluralismus, Individualität und Solidarität, Säkularität und Laizität.


Ich könnte mir gut vorstellen, dass die ganze Geschichte schon am Namen scheitert. In die Richtung geht auch rics Äußerung, der sich von einem solchen Zentralrat nicht vertreten fühlen würde:

Durch den Verwendung des Begriffes wertet man Konfessionen noch zusätzlich auf.


Die Debatte, ob "-frei" oder "-los" habe ich nie so recht verstanden. Wieso soll eigentlich "-los" grundsätzlich mit negativen Assoziationen verbunden sein? Wenn man wirklich auf die Einschlägigkeit des Begriffs setzen will (wie S-S das tut), dann kommt man an "konfessionslos" kaum vorbei (siehe den Hinweis von Hugo de la Smile auf "google fight") spricht eindeutig für ihn.

Bin ich für einen solchen Zentral- oder Sprecherrat? Dazu habe ich wirklich noch keine endgültige Meinung. Auf jeden Fall dürfen sich die - organisierten - "Freien" nicht wundern, dass sie so wenig zu Kenntnis genommen werden, wenn sie sich nicht wesentlich lautstärker als bisher äußern.
Benutzeravatar
MichaelNiepel
Moderator
 
Beiträge: 110
Registriert: 29.12.2003, 16:16
Wohnort: Horn-Bad Meinberg

Beitragvon Helmut P » 13.02.2005, 21:00

Ich könnte mir gut vorstellen, dass die ganze Geschichte schon am Namen scheitert.

Es ist immer das Gleiche, die Intelligenz streitet sich über Kleinigkeiten und der Kleingeist jubelt ohne lang zu fragen ihren Führern in standing ovations zu. So haben die Ratzingers, Stoibers und Köch leichtes Spiel.
So lange ich geradeaus denken kann, möchte ich mir meinen Verstand nicht von Esoterikern verbiegen lassen.
Benutzeravatar
Helmut P
Pinky Bonsai-Grufti
 
Beiträge: 2747
Registriert: 28.07.2004, 16:36
Wohnort: Tuntenhausen

Beitragvon Gast » 14.02.2005, 09:07

Maude hat geschrieben:Hi Ric

Hier der Artikel in der MIZ

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/A ... ralrat.pdf

darin findest Du auch die Erklärung für den "Zentralrat"

Zur Interessendarlegung und zur Erzeugung von Gegenpolen innnerhalb des demokratischen Gefüges sollte eine Organisation dieser Art auf alle Fälle konstituiert werden. Ob das jetzt Zentralrat (ZR der Juden) heißen soll, lehne ich ab, da darüber perverse Assoziationen entstehen würden. :!:
Gast
 

Beitragvon Maude » 14.02.2005, 10:11

Helmut P hat geschrieben:
Ich könnte mir gut vorstellen, dass die ganze Geschichte schon am Namen scheitert.

Es ist immer das Gleiche, die Intelligenz streitet sich über Kleinigkeiten und der Kleingeist jubelt ohne lang zu fragen ihren Führern in standing ovations zu. So haben die Ratzingers, Stoibers und Köch leichtes Spiel.


genau das kann man jetzt beobachten.
Ich gebe Helmut recht.

Der Begriff Zentralrat hat nichts Negatives, versteh ich nicht.
Es gibt jedoch sehr viele Zentralräte. Es ist ein geläufiger Begriff und da der Mensch diesen Begriff schon kennt, prägt sich er ihnen besser ein.
Aber über den Namen kann man doch noch diskutieren. das ist doch ein Vorschlag von MSS und an dem sollte es nicht scheitern.
Das ist Kleingeist.
Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal
Ralf Schmitz
Benutzeravatar
Maude
die rosane, nein lieber lila, ...
 
Beiträge: 5362
Registriert: 26.07.2004, 06:51
Wohnort: am Stadtrand von München

Beitragvon Gast » 14.02.2005, 10:25

Maude hat geschrieben:
Helmut P hat geschrieben:
Ich könnte mir gut vorstellen, dass die ganze Geschichte schon am Namen scheitert.

Es ist immer das Gleiche, die Intelligenz streitet sich über Kleinigkeiten und der Kleingeist jubelt ohne lang zu fragen ihren Führern in standing ovations zu. So haben die Ratzingers, Stoibers und Köch leichtes Spiel.


genau das kann man jetzt beobachten.
Ich gebe Helmut recht.

Der Begriff Zentralrat hat nichts Negatives, versteh ich nicht.
Es gibt jedoch sehr viele Zentralräte. Es ist ein geläufiger Begriff und da der Mensch diesen Begriff schon kennt, prägt sich er ihnen besser ein.
Aber über den Namen kann man doch noch diskutieren. das ist doch ein Vorschlag von MSS und an dem sollte es nicht scheitern.
Das ist Kleingeist.

Ich bin nicht der Meinung, dass meine Äußerung von KLeingeist herrührt.
Was man mit dieser Organisation erreichen sollte, ist auch die versteckten
Beobachter aus den Löchern zu aktivieren. Und leider sind viele Menschen durch Assoziationen behaftet :roll:
Oder liege ich da ganz falsch. Man sollte nicht von sich selbst auf andere schließen :wink:
Gast
 

Beitragvon ric » 14.02.2005, 10:35

Maude hat geschrieben:Der Begriff Zentralrat hat nichts Negatives, versteh ich nicht.
Es gibt jedoch sehr viele Zentralräte. Es ist ein geläufiger Begriff und da der Mensch diesen Begriff schon kennt, prägt sich er ihnen besser ein.
Aber über den Namen kann man doch noch diskutieren. das ist doch ein Vorschlag von MSS und an dem sollte es nicht scheitern.
Das ist Kleingeist.
Ok, wahrscheinlich liegt es an mir, daß ich auf Verbände, die ein "Zentral" im Namen tragen mit dem Aversionen reagiere.

Ich könnte mir sogar vorstellen, einen solchen Verein zu unterstützen.
Benutzeravatar
ric
Neugieriger Besserwisser.
 
Beiträge: 7754
Registriert: 30.12.2003, 11:38
Wohnort: tiefstes Bayern

Beitragvon Maude » 14.02.2005, 10:45

unter Kleingeist versteh ich Diskussionen die ähnlich wie im BfG ablaufen.
Dazu gehört auch sich an dem Namen aufzuhängen.

Denn dadurch verliert man das Ziel aus den Augen.
Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal
Ralf Schmitz
Benutzeravatar
Maude
die rosane, nein lieber lila, ...
 
Beiträge: 5362
Registriert: 26.07.2004, 06:51
Wohnort: am Stadtrand von München

Beitragvon Gast » 14.02.2005, 10:47

Maude hat geschrieben:unter Kleingeist versteh ich Diskussionen die ähnlich wie im BfG ablaufen.
Dazu gehört auch sich an dem Namen aufzuhängen.

Denn dadurch verliert man das Ziel aus den Augen.
:winky:
Gast
 

Beitragvon frajo » 19.02.2005, 21:20

Helmut P hat geschrieben:In ethischen Fragen braucht bloß ein Gläubiger sein Argument mit Gottes Wile untermauern und schon muss jeder, der widerspricht mit dem Vorwurf der Blasphemie rechnen.

kommt mir so vor, als sei dein argument weniger auf "gläubige" ganz allgemein gemümzt, sondern mehr auf "christliche gläubige".
bei den polytheistischen hindus sieht es, glaube ich, etwas anders aus.

ist aber leicht OT, gebe ich zu.
Benutzeravatar
frajo
Neugierig
 
Beiträge: 13
Registriert: 15.02.2005, 11:31

Beitragvon ric » 20.02.2005, 10:47

frajo hat geschrieben:
Helmut P hat geschrieben:In ethischen Fragen braucht bloß ein Gläubiger sein Argument mit Gottes Wile untermauern und schon muss jeder, der widerspricht mit dem Vorwurf der Blasphemie rechnen.
kommt mir so vor, als sei dein argument weniger auf "gläubige" ganz allgemein gemümzt, sondern mehr auf "christliche gläubige".
bei den polytheistischen hindus sieht es, glaube ich, etwas anders aus.

ist aber leicht OT, gebe ich zu.
Für D schon. In Indien nicht.
Erinnerst Du Dich an Ayuddha?

Was ich erstaunt zur Kenntnis nehmen mußte, auch Buddhisten kennen den "Willen höherer Mächte". :wink:
Benutzeravatar
ric
Neugieriger Besserwisser.
 
Beiträge: 7754
Registriert: 30.12.2003, 11:38
Wohnort: tiefstes Bayern

Beitragvon Helmut P » 20.02.2005, 19:38

kommt mir so vor, als sei dein argument weniger auf "gläubige" ganz allgemein gemümzt, sondern mehr auf "christliche gläubige".

Ich denke, es geht um den Zentralrat der Konfessionslosen in Deutschland. Und hier in Deutschland habe wir es eben huptsächlich mit Christen zu tun, teilweise mit Moslems, aber so gut wie nicht mit Hindus. Deshalb dürfte die Hauptaufgabe dieses Zentralrates wohl sein, den Einfluss der Christen auf unsere Gesellschaft möglichst dann gering zu halten, wenn sie uns ihre Moralvorstellungen aufzuzwingen versuchen und dabei mit einem Phantom argumentieren.
So lange ich geradeaus denken kann, möchte ich mir meinen Verstand nicht von Esoterikern verbiegen lassen.
Benutzeravatar
Helmut P
Pinky Bonsai-Grufti
 
Beiträge: 2747
Registriert: 28.07.2004, 16:36
Wohnort: Tuntenhausen

Beitragvon Mario » 21.02.2005, 08:53

soso
eine fanatische Partei gründet eine fanatische Gegenpartei
sehe ich das richtig so ?

kannst du mir mal ein Beispiel geben, wo und wie christliche Moralvorstellungen in Deutschland tatsächlich "zwingend greifen" ?

eingreifen?
Schaden anrichten?
Mario
 

Beitragvon Helmut P » 21.02.2005, 16:52

Kirchengld für arbeitslose Religionslose, Schwangerschaftsabbruch, Patientenverfügung, homosexuelle Lebensgemeinschaften, Kreuz im Klassenzimmer, Gentechnik. Und wenn es so weitergeht wie in den USA, kann in den Naturwissenschaften nicht mehr die Evolution unterrichtet werden.
Überall reden die Kirchen mit hinein, aber nicht weil das Hineinreden Ergebnis eines rationalen Gedankenganges ist, sondern weil vorgegeben wird, dass ihnen ein höheres Wesen mitgeteilt habe, was es wolle.
So lange ich geradeaus denken kann, möchte ich mir meinen Verstand nicht von Esoterikern verbiegen lassen.
Benutzeravatar
Helmut P
Pinky Bonsai-Grufti
 
Beiträge: 2747
Registriert: 28.07.2004, 16:36
Wohnort: Tuntenhausen

Beitragvon Mario » 21.02.2005, 17:25

gah!
so a bledsinn!
wenn du keine Kirchensteuer zahlst - zahlst eben mehr Abgaben an andere
Schwangerschaftsabbruch - ist heute und schon längst nichtmehr von der Kirche abhängig - es gibt eine Menge Frauen, die gläubig sind und sogar enddankbar, für eine Aufklärung und Hilfe der evangelischen Kirche
die sich sogar über weitergehende psychologische Beratung im Gewissenskonflikt dieser betroffenen Frauen bemüht
das Kreuz im Klassenzimmer - was tut das jemand?
ha?
was denn?
da schaut doch schon längst keener mehr hinne!

Gentechnik - danke!
Gentechnik weiß nicht wohin sie will und soll
weißt mit was Gentechnik arbeitet - mit welchen Zellhaufen?
ohne dass ein einziger arsch was davon mitbekommt?

die Kirchen haben garnichts zu sagen!
hier in Deutschland haben die Kirchen garnichts zu sagen!
und diese Hetzerei gegen die Kirchen finde ich blödsinnig!

hast du schonmal über die Vorteile nachgedacht?
huu?
über die ganzen Institutionen - angefangen bei "Kinder und Jugendbetreuung" die ganzen Ferienangebote die die machen
für sowenig Geld
wenn du heute ein Kind in einen evangelischen Kindergarten einschreibst
frägt dich kein Mensch nach der Konfession - NIEMAND!
weißt du was ohne die Mönche - die wenigstens Schreiben und Lesen konnten - aus Literatur geworden wäre?
was aus den Frauen ohne eine Maria Ward geworden wäre?


und das höhere Wesen?
woher weißt du oder denkst du - dass es dieses nicht gibt?
lass doch die Leutz glauben an was sie wollen!

der Gott dieser Leute - tut keinem was an
das war einmal so
und da gabs mehreres was einmal so war
ein ganzes deutsches Volk hat an einen Gott geglaubt
der nicht nur sie - sondern Millionen von Menschen vernichtet hat
und das is grade mal paar Jahre her - boy!

( diese ganzen Vollidioten - die heute hergehen und behaupten
man dürfte kein Weihnachtsfest mehr feiern
reden sich doch nur darauf hinaus - dass sie garnichtsmehr feiern
dass sie jede Tradition in die sie hineingeboren wurden - verleugnen
um möglichst GARNICHTSMEHR tun zu müssen - ausser vorm Fernseher
oder Computer zu sitzen )

God is a computer
blaff!
Mario
 

Beitragvon Maude » 22.02.2005, 08:23

Mario, sachte sachte
das ist keine Hetze, sondern kommt von Menschen die der Institution Kirche und Glauben allgemein kritisch gegenüber stehen.

lies mal

http://www.kirchensteuer.de/rundfunk_geld.html

http://www.kirchensteuer.de/verflechtung.html

http://www.kirchensteuer.de/

http://www.carstenfrerk.de/fr_journalistisches.htm


wenn man dieses Geld, das der Staat zusätzlich der Kirche (eines der reichsten Institutionen der Welt) zukommen läßt, also auch Geld von Konfessionslosen und Andersgläubigen, in die sozialen Bereiche stecken würde, ginge es unseren Kindern und Senioren besser.

und die KK hat einen großen Einfluß auf die Politik.
Ich gebe Helmut recht.

Natürlich sehe ich die christliche Tradition, doch diese wurde oft blutig durchgesetzt.
Im Namen eines Phantoms, das bis heute nicht bewiesen ist.
Und wenn man die vielzitierte Bibel liest, stößt man auf sehr grausame, zum Genozid aufrufende Stellen.

Und auf dieses Märchenbuch, denn nichts anderes ist es, bezieht sich die christliche Kirche heute immer noch.
Und diese Märchen werden schon kleinen Kindern aufgetischt.

Ich will den christlichen Vereinen ihre seelsorgerischen Tätigkeiten nicht absprechen, viele Menschen brauchen das
doch Glaube ist Privatsache
das hat nichts in der Politik oder sonstwo zu suchen und schon gar nicht auf Kosten der Steuerzahler.

Da wird über den Islam geschimpft, aber schaut man nach Amerika kann ich nur sagen: die sind nicht besser.
Und das macht mir Angst.
Und diesen Oberverbrecher H. würde ich nicht zitieren.
Die Kirche hat da schon auch ihr Süppchen gekocht.

doch schau mal die heutige Weltpolitik an?
Wieder ein Glaubenskrieg mehr, angezettelt von einem sogenannten Christen/Wiedertäufer und fanatischen Moslems


:x
Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal
Ralf Schmitz
Benutzeravatar
Maude
die rosane, nein lieber lila, ...
 
Beiträge: 5362
Registriert: 26.07.2004, 06:51
Wohnort: am Stadtrand von München

Beitragvon Mario » 22.02.2005, 10:05

ja ja, da hast du schon Recht!
ein "sachte sachte" wäre besser, aber ich bin eben nicht sachte
( ich habe übrigens keine Stimme abgegeben und nebenbei:
wer ist denn "H" ? )


schau, ich habe nicht von Weltpolitik gesprochen, das ist wirklich ein anderes Thema
ich habe von "hier und jetzt" und Deutschland gesprochen
dem Land in dem ich lebe
würde ich in Bali oder in Thailand leben, würde ich wahrscheinlich
mit bunten Sonnenschirmen zum Meer wandern und kleine Geschenke
Blumen oder Schiffchen ins Meer setzen
oder dem Haustempel jeden Tag frische Orchideen bringen.....

ich bin ein Mensch, der versucht aus allen Erfahrungen die ich bisher gemacht habe, das Beste weiterzugeben
und dazu gehört auch, dass ich Menschen die gläubig sind, akzeptiere.
Es erscheint mir sogar so, als hätten sie mir etwas voraus, etwas wie
"Innere Ruhe" weil sie etwas haben, das ich nicht habe
und ich spreche damit von Menschen die wirklich viel für andere getan haben, auch hier direkt in meiner Umgebung, in Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen, Hospizen u.s.w.
ich gehe sogar manchmal in die Kirche, es ist ein Ort der Stille und Meditation für mich, ich kann mich nirgends sosehr konzentrieren als in der Kirche, inmich gehen, abschalten
( liegt wahrscheinlich dran, dass in den Kirchen mehr Schadstoffe vorhanden sind, als auf der stärkst befahrenen Kreuzung - Mittlerer Ring im Sommer....hihi )

meine Schwiegermutter ist kürzlich verstorben
eigentlich hatte sie ihren Körper der Pathologie verschrieben und wollte ihre Asche in einem Massengrab versenkt haben
sie war innerhalb von 4 Stunden quasi tot
lag aber noch 7 Tage auf Intensiv im Koma
das war ein sehr eindringliches Erlebnis für meine Kinder, die die Oma sehr geliebt haben
sie haben sie jeden Tag besucht, mussten zuschauen wie ihr Körper immer dicker und aufgedunsner wurde, bevor sie verstarb.

Sie wurde dann doch normal beerdigt, und ohne diese Begräbnisfeierlichkeit in der Kapelle des Westfriedhofs
wäre der Abschied für alle Beteiligten ein anderer gewesen
ein komplett anderer
eine "unsinnige Tradition" ?

greetz und schönen Tach noch
Mario
"blauäugiger Zentralrat der Konfektionslosen"
Mario
 

Beitragvon Maude » 22.02.2005, 11:17

@ Mario

ich akzeptiere Deine Meinung
obwohl ich sagen muß, das ist die Meinung der meisten Leute, die sich noch keine Gedanken über eine Alternative oder die Institution Kirche gemacht haben.
Kirche ist Tradition.

So nach dem Motto : die tun mir ja nichts.

Doch das ist genau die Gehirnwäsche, die von klein auf auf die meisten Mitglieder der beiden Großkirchen ausgeübt wird.

Hast Du Deine Kinder taufen lassen?
Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal
Ralf Schmitz
Benutzeravatar
Maude
die rosane, nein lieber lila, ...
 
Beiträge: 5362
Registriert: 26.07.2004, 06:51
Wohnort: am Stadtrand von München

Beitragvon Der Ruhige » 22.02.2005, 11:44

@ Mario

Du schreibst aber viel :D
Mario hat geschrieben:und das höhere Wesen?
woher weißt du oder denkst du - dass es dieses nicht gibt?
lass doch die Leutz glauben an was sie wollen!

der Gott dieser Leute - tut keinem was an
das war einmal so

Es kommt nie auf den Gott an es kommt auf die Menschen an bzw wer die Menschen führt :wink:

Wenn der Glaube stärker ist als die vernuft ,dann ist es keine gute sache mehr :( (dann ist es sogar gefährlich)

Ich bin mir bewußt das viel gutes getahn worden ist,von seiten der Gläubigen.
Aber es gibt da auch die andere Seite :(

Naja jeder hatt halt seine Meinung und das finde ich gut :D
besonders wenn er sie ehrlich vertritt :D
Der Optimist glaubt, dass dies die beste aller möglichen Welten ist.
Der Pessimist befürchtet, dass das der Wahrheit entspricht.
Benutzeravatar
Der Ruhige
Moderator
 
Beiträge: 4508
Registriert: 21.02.2004, 13:33
Wohnort: Berlin

Beitragvon Mario » 22.02.2005, 12:20

ja - ich habe meine Kinder taufen lassen

und ich habe mir sehrwohl Gedanken über die Instituition Kirche gemacht
schon in frühester Kindheit
ich bin in einem winzigen Dorf aufgewachsen
meine Mutter hatte dort eine hohe Position - sie war Hebamme
mein Vater war ein fanatischer Nichtgläubiger
und das hatte Konsequenzen:
als ich in die erste Volksschulklasse ging, war es noch Tradition, dass die Kinder am Mittwoch in die Frühmette gehen mussten, wer das nicht gemacht hat, bekam in Religion einen Fünfer!
Ich auch
da hats mein Vater fertiggebracht, dass er zu dem Pfarrer hinne is und meinte:
"Paß auf Junge, wenn du meiner Tochter noch ein einziges Mal, eine Fünf
verpaßt, aus welchen Gründen auch immer, dann stech ich dich ab, verstehst du? dann hat sich das erledigt, mit deiner Frühmette"
so - das saß!
die Sache mit der Frühmette hatte sich für alle Kinder des Dorfes erledigt

.............

ich habe meinen Kindern nie etwas von einem Gott mit Rauschebart erzählt, bei mir gibt es auch keine Bibel
aber ich wollte eine Möglichkeit offenlassen, dass es etwas gibt, eine höhere Macht, ein göttliches Wesen, nein besser gesagt etwas "unbegreifliches"
das mit normalem Verstand nicht zu fassen ist

und es ist mir gelungen ihnen damit Ängste zu nehmen
als sie noch ganz klein waren, wenn sie nicht schlafen konnten:
"Mama was ist wenn ich sterbe, wenn du stirbst, ist dann einfach alles aus?"
ich konnte sie beruhigen indem ich ihnen erzählt habe, dass es etwas Göttliches gibt, das unsere Geschicke lenkt und behütet
und uns weiterleben läßt auch wenn wir sterben

hmm....
ich hatte nie das Gefühl sie zu belügen
und sie hatten und haben bis heute nicht das Gefühl, dass ich sie jemals belogen hätte

es ist eben "unbegreiflich"
Mario
 

Beitragvon Der Ruhige » 22.02.2005, 13:42

Mario hat geschrieben:mein Vater war ein fanatischer Nichtgläubiger

Fanaten gibt es überall :deep:
Mario hat geschrieben:da hats mein Vater fertiggebracht, dass er zu dem Pfarrer hinne is und meinte:
"Paß auf Junge, wenn du meiner Tochter noch ein einziges Mal, eine Fünf
verpaßt, aus welchen Gründen auch immer, dann stech ich dich ab, verstehst du? dann hat sich das erledigt, mit deiner Frühmette"
so - das saß!
die Sache mit der Frühmette hatte sich für alle Kinder des Dorfes erledigt

Ziemlich radikal :shock:

Aber wenn ich eine Tochter hätte die keinen Frosch auseinander schnipseln will ,weill sie das für falsch hällt und der Bio Lehrer ihr deswegen eine 5 gibt dann würd ich mir den Lehrer aber mal auch vorknöpfen :twisted:

Nungut ich neheme mal an du wolltest ,aber das mit der Zensur ist eindeutig erpressung :)
Mario hat geschrieben:ich habe meinen Kindern nie etwas von einem Gott mit Rauschebart erzählt, bei mir gibt es auch keine Bibel
aber ich wollte eine Möglichkeit offenlassen, dass es etwas gibt, eine höhere Macht, ein göttliches Wesen, nein besser gesagt etwas "unbegreifliches" das mit normalem Verstand nicht zu fassen ist

Also sowas wie eine neutrale Erziehung der Religion gegenüber ?
lezteres erinnert mich irgendwie an Politiker :lol:
Mario hat geschrieben:und es ist mir gelungen ihnen damit Ängste zu nehmen
als sie noch ganz klein waren, wenn sie nicht schlafen konnten:
"Mama was ist wenn ich sterbe, wenn du stirbst, ist dann einfach alles aus?"
ich konnte sie beruhigen indem ich ihnen erzählt habe, dass es etwas Göttliches gibt, das unsere Geschicke lenkt und behütet
und uns weiterleben läßt auch wenn wir sterben

Würde ich meinen Kindern nicht erzählen (auch wenn es schwerer ist)
Der Optimist glaubt, dass dies die beste aller möglichen Welten ist.
Der Pessimist befürchtet, dass das der Wahrheit entspricht.
Benutzeravatar
Der Ruhige
Moderator
 
Beiträge: 4508
Registriert: 21.02.2004, 13:33
Wohnort: Berlin

Beitragvon Mario » 22.02.2005, 14:18

Der Ruhige hat geschrieben:Würde ich meinen Kindern nicht erzählen (auch wenn es schwerer ist)


naja, weißt, hätten die meinen Mann gefragt, dann hätte der wahrscheinlich gesagt:
" ja, so ist es, wenn du stirbst ist es aus, Feierabend "
Ende der Diskussion.

Aber das wollten die nicht hören
die wollten meine Geschichten hören
und ich bin eine wunderbare Geschichtenerzählerin...... "lach"

Off I go
bis nächste Woche
Mario
 

Beitragvon Maude » 23.02.2005, 07:41

jetzt sind wir vom Thema abgekommen.

Zu Mario

ok, Du hälst nichts von einer Institution Kirche aber Du bist gläubig.
So wie Du schreibst, bist Du Dank Reliunterricht gut indoktriniert.


nun zum eigentlichen Thema

mein Stammtischbruder Günter und ich haben beschlossen eine Mitlgiederbefragung im BfG München durchzuführen, nachdem der Vorstand von der Idee von Schmidt-Salomon nicht so überzeugt ist.
Und da nur eine Handvoll im Vorstand ist, denken wir, dass das alle etwas angeht.
Eigentlich haben sich nur 3 vom Vorstand ablehnend dazu geäußert.
Und das hat keine Aussagekraft im Vergleich von ca. 100 festen Mitgliedern.

Wie schaut es beim HvD Bielefeld aus?
Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal
Ralf Schmitz
Benutzeravatar
Maude
die rosane, nein lieber lila, ...
 
Beiträge: 5362
Registriert: 26.07.2004, 06:51
Wohnort: am Stadtrand von München

Beitragvon Mario » 23.02.2005, 14:06

Maude hat geschrieben:
Zu Mario

So wie Du schreibst, bist Du Dank Reliunterricht gut indoktriniert.



richtig! Miss maude!
Religionsunterricht fand ich immer sehr gut!
da konnte ich meine griechischen Bücher lesen
die Götter der Griechen fand ich über mindestens 5 Jahre - jeweils 3x in der Woche, absolut notwendig und gut, für mein Weltbild.
Abgesehen davon, war ein Fremdwort in einem "leeren statement"
immerschon gutgenug um einem user Verachtung zu zeigen, nichtwahr?
Machst du das mit allen Menschen so, die nicht in dein Konzept passen
wenn deine Intelligenz und dein Vorstellungsvermögen an einem Punkt angelangt ist, an einem . ?

gut
du hast deine Position in deinem Verein
ich habe sie in meinem Verein
dem Arbeitersamariterbund
da gibts natürlich keine Stammtischkumpels, die sich wichtig machen
das sind eher Leute, die etwas sinnvolles tun

die Antwort kannst du dir übrigens sparen " sachte sachte"
ich weiß jetzt wo euer Wind weht

und mich
bist du mit Sicherheit
los
Mario
 

Nächste

Zurück zu Weltanschauungen und Religionen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron