Gut und Böse

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Gut und Böse

Beitragvon Der Ruhige » 12.11.2007, 15:35

Hier werden wir uns über das Böse und Gute unterhalten .
Was ist es ?
Was bzw Wie versteht ihr es ? bzw Welche Bedeutung hatt es ?
Wie wichtig sind für euch diese Wörter ?
Welche Probleme seht ihr darin ?
Wo steht ihr .. mehr zum Bösen oder zum Guten ?


Hier noch ein Interessanter Text über dem man auch streiten kann ^^
Gut und Böse

Frage: Warum ist "Gut" schwach und "Böse" stark?
Gut muss "gehorchen" wie ein Sohn, der auf einer Straßenseite steht und der Vater auf der anderen Straßenseite ruft: "Junge, komm herüber!".
Wenn der Junge nicht hört oder nicht hören will, fängt der Vater an zu "drohen": "Komm, komm schnell herüber, sonst setzt's was!".
Der Junge kommt, sein Willen ist gebrochen, er hat sich untergeordnet und der Vater sagt:" Gut, mein Sohn!"

Das Wort des "Herren" ist gut, also ist dem Wort des "Herren" zu dienen ebenfalls gut. Das "Böse" aber ist stark, weil es nicht gehorcht. Der Sohn sagt: "Vater, drohe und schlage nicht! Breche nicht meinen Willen, ich habe die Wahrheit erkannt." Haben alle einen Fernseher, stiehlt keiner einen.

Der Weg des Verderbens ist mit guten Vorsätzen gepflastert. Je mehr Regeln ( Gesetze, Gebote ), umso mehr Verbrecher! Jede Revolution geht immer von den "Bösen" aus, nicht von den "Guten", denn diese sind schwache, loyale Bürger, die sich ohne Widerrede ausbeuten lassen. Wir leben nur einmal auf diesem Planeten. Wir sind nicht als Sklaven gekommen und werden auch nicht als Sklaven gehen, wir sind nicht als Esel gekommen und werden demnach auch nicht als Esel diesen Planeten verlassen.

Wir sind Egoisten. Egoisten behaupten sich oft im Verbrechen gegen den Staat. Der Begriff "Gut", der oben erwähnt worden ist, ist nicht das gleiche "Gut", das ein Kind vor dem Ertrinken aus dem Wasser rettet. Dies ist ein anderes "Gut". Das obige "Gut" ist ein schlechtes "Gut". Es bricht den Willen zum Erkennen, die Wahrheit, daß die Reichen immer reicher werden.

Das schlechte "Gut" ist das der Schwachen. Die Schwachen haben eine falsche Erziehung genossen, die immer den Herren sucht, denn das Wort des Herren ist gut. Der Vater zum Sohn, der Chef zum Arbeiter, der Staat zum Bürger und Gott zu den Gläubigen. Darum bin ich lieber ein widerwilliges, nicht hörendes, trotziges Kind!

Sokrates war ein griechischer Philosoph; der Erste, der gesagt hat, dass wir unserem Herzen folgen müssen, d. h. wir müssen Gutes tun, doch Gutes tun heißt, schwach sein, weil Gutes tun heißt, die andere Person nicht zu enttäuschen, denn die Liebe möchte nicht enttäuscht werden. So entsteht Hierarchie.

Gott ist Hierarchie, denn Gott steht über uns und darum müssen wir ihm dienen. Wenn wir ihm nicht dienen, werden wir bedroht, z. B. durch den Teufel. Der Staat ist ebenfalls Hierarchie, denn wenn wir nicht gute Bürger sind, droht er uns mit "Gefängnis". Der Staat duldet keine Kritik gegen sich.

Der schlimmste Feind der Liebe ist die Kritik, denn die Liebe duldet keine Kritik. Doch durch die Kritik erkennt man die Wahrheit für die einzelne Person, denn dadurch löst man die Kette der Abhängigkeit, die Kette des Dienens. Durch Kritik erreicht man Opposition, Widerstand gegen die Liebe.

Die letzte Revolution wird gegen die Liebe sein!

Link zum Text

GUT UND BÖSE sind die obersten allgemeinen Begriffe der Moral, sie dienen zur Kennzeichnung dessen, was dem Inhalt der Moral entspricht oder widerspricht.

Die große Problematik einer Einteilung der menschlichen Handlungen in gut und böse ist, daß sich nach einer solchen Einteilung im allgemeinen fast niemand selbst betroffen fühlt.

Wir teilen da immer nur so nach der Methode der Dünnbrettbohrer ein, daß wir selbst auf alle Fälle auf der Seite des Guten stehen, eine Schuld und daher die Bosheit gibt es immer nur bei den anderen. Wohl niemand hält seine eigenen Handlungen für radikal böse, jeder findet irgendwo in seinem Inneren immer noch Ausreden und Begründungen (Rationalisierungen), sich selbst als gut zu sehen. Selbst die größten Massenmörder dieses Jahrhunderts, Stalin und Hitler, sahen sich selbst keinesfalls in der Rolle des Bösen, beide glaubten an ihre menschheitserlösende Aufgabe, nämlich die Menschheit von allen möglichen ausbeuterischen und verderbenbringenden Menschen und Mächten zu befreien (siehe Nationalsozialismus und Kommunismus). Auch die Kinder in Nordirland, die haßerfüllt Molotowcocktails auf Menschen anderer Konfession werfen, sind der Überzeugung, daß sie selbst gut, die anderen jedoch böse seien und also die Bomben verdient hätten. Und sogar ausgesprochene Triebverbrecher werden sich selbst bei einer Zuordnung zum Bösen ungerecht behandelt sehen: Hat nicht jeder Böse auch etwas von einem Michael Kohlhaas an sich, das heißt, daß er von sich selbst meint, nur infolge menschlicher Tragik böse geworden zu sein? Und ist an solcher Schuldabwälzung nicht etwas dran? So müssen wir auch der "Bestie von Rostow" (siehe Triebverbrechen) wenigstens etwas von solcher menschlichen Tragik zugestehen: Wer verkraftet schon alles das, was ihm seit seiner Kindheit widerfahren ist, kann man unter solchen Umständen wirklich seelisch gesund und gut bleiben? Eine Erziehung wie in unserem heutigen Christentum zu einer wenig konkreten Einstellung zum Guten und gegen das Böse - etwa mit allgemeinen religiösen Riten und Sprüchen, dem Bösen oder dem Satan (Teufel) zu widersagen - trifft daher niemanden, um ihn wirklich vom Bösen abzuhalten. Sie führt in der Praxis keineswegs zu moralisch guten Menschen und ist daher sinnlos. Ja, es sieht so aus, daß eine solche wenig konkrete Einstellung zu Gut und Böse Kennzeichen einer heuchlerischen und im Grunde verdorbenen Gesellschaft ist, die sich selbst etwas vormacht.


Link zum Text

PS eine Interessante Seite http://www.basisreligion.de/ ^^
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Beitragvon ric » 13.11.2007, 08:47

Es gibt kein Gut und Böse, genau so wenig wie es Rot und Blau gibt.
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Beitragvon Der Ruhige » 13.11.2007, 13:17

Nun für mich ist es genauso was das Gute und Böse betrifft .

Aber das war ja nur ein kleiner Teil der Fragen , es geht ja auch die Problematik die davon ausgeht .. siehe Religion ;)
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Beitragvon Doc Extropy » 13.11.2007, 13:20

ric hat geschrieben:Es gibt kein Gut und Böse, genau so wenig wie es Rot und Blau gibt.


Doch, gibt es.

Was frei und glücklich macht, dem Menschen ein Maximalmaß an Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, an Möglichkeit zur Selbstentfaltung gewährt, das ist das Gute.

Demokratie z.B. - eindeutig was Gutes.

Das Böse ist in diesem Kontext z.B. die Religion. Zwar brauchen manche Menschen die Religion, aber hier reicht es, aufzurechnen und man wird blitzschnell und zweifellos zu dem Schluß kommen, daß die Religion das ultimative Böse und Schlechte in dieser Welt ist.
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Beitragvon Pleitegeier » 24.11.2007, 09:13

Doc Extropy hat geschrieben:Was frei und glücklich macht, dem Menschen ein Maximalmaß an Selbstbestimmung und Unabhängigkeit, an Möglichkeit zur Selbstentfaltung gewährt, das ist das Gute.

Demokratie z.B. - eindeutig was Gutes.


IMHO wird das als "Gut" definiert, was dem Einzelnen erlaubt, möglichst effektive seine Gene weiterzugeben. Eine Demokratie wäre demnach "gut", weil sie es den allermeisten Menschen erlaubt, zu überleben und Sex und Kinder zu haben.

Doc Extropy hat geschrieben:Das Böse ist in diesem Kontext z.B. die Religion. Zwar brauchen manche Menschen die Religion, aber hier reicht es, aufzurechnen und man wird blitzschnell und zweifellos zu dem Schluß kommen, daß die Religion das ultimative Böse und Schlechte in dieser Welt ist.


Kann man das so einfach sagen? Offensichtlich haben "Religionen", oder besser "gefährliche Ideologien", zumindest zu solch einem evolutionär stabilem System geführt, daß wir bis heute überleben konnten. In manchen Situation kann möglicherweise eine Diktatur oder eine solche Ideologie die objektiv bessere Strategie zum Überleben sein. Zum Beispiel sind kommerzielle Firmen in der Regel nicht demokratisch aufgebaut. Wenn ein Volk überleben will, dessen Wissensstand niedrig ist, z.B. das Nichtwissen "was ist ein Blitz", hört es möglicherweise eher auf die Aussage "das von Gott gesandte Böse, also bleib zuhaus" denn auf die heute bei uns üblichen, wissenschaftlich fundierten Verhaltensmaßregeln, beides führt zum Ergebnis, die Wahrscheinlichkeit des Überlebens zu erhöhen.
Eine andere Frage ist natürlich, ob bei dem heutigen Status der Menschen, solche Ideologien immer noch eine stabile evolutionäre Strategie darstellen... und ob der Atheismus dies auch leisten kann.
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Beitragvon Doc Extropy » 24.11.2007, 13:03

Hm, Atheismus ist die Abwesenheit übernatürlicher Ideologien. Die Ideologie des Mainstream - Atheismus, wie er von den meisten bekennenden Atheisten praktiziert wird, ist nicht sehr umfangreich.

Was aber hilft ist Humanismus (den es in verschiedenen Ausformungen gibt, von linksgerichtet bis rechts-liberal) und Skeptizismus. Beides ist mit dem Glauben an Götter, esoterischen Unfug wie z.B. Homöopathie und Bachblüten oder auch quasireligiösen Ideologien wie Kommunismus, Faschismus und ähnlichem nicht vereinbar.

Eine komplette Weltanschauung umfaßt immer mehrere Bereiche und Antworten auf ein umfangreiches Fragenkontingent. Atheismus behandelt zuerst mal nur die Frage nach Gott, das ist ein bißchen sehr wenig. ;)

(Allerdings wird die Frage nach Gott vom Atheismus erschöpfend beantwortet und somit genügt er den gestellten Anforderungen, im Gegensatz zu dessen gesellschaftlich akzeptierten Weichspüler-Variante "Agnostizismus".)
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