Linke Ideologie = Alkoholismus + Faulheit

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Re: Linke Ideologie = Alkoholismus + Faulheit

Beitragvon katzenjens » 30.08.2008, 13:26

Hallo Doc,

wo ist denn Deine Handlungsempfehlung?
Was soll mit den ganzen "faulen Linken" und dem Deiner Meinung nach assozialen Pack passieren?
Du hast in Deinem ersten Beitrag im Thread folgendes gesagt:
Darklord Extropy hat geschrieben:Eine allgemeine Arbeitspflicht mit Haftstrafen bei Arbeitslosigkeit wäre ein erster Schritt, den ich sehr begrüßen würde im Umgang mit derartigen... Personen. :kotz:

Wenn Du diesen Spruch in Deutschland in der Öffentlichkeit losgelassen hättest, wärst Du umgehend eingebuchtet worden.
Inzwischen frage ich mich, wieso auf diesen Mist überhaupt noch geantwortet wurde :argh:
Ach ja, weil selbst einige deutsche Politiker ähnliche Gedanken haben.
Somit kannst Du Dich beruhigt zurücklehnen, bist ja nicht alleine. Und Deiner Meinung nach im Recht.

Ich rege mich nicht schnell auf, bin ja ein alter Westfale, aber bei sowas bekomme ich Ausschlag. Wenn es nicht gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung wäre, würde ich persönlich Leute mit Deinen Ansichten ausschalten. Warum? Ist doch klar, alles gefährliche und unwerte muss weg. Ach nee, dann denke ich ja genauso wie Du. Nein Danke. Glück gehabt.

Danke für die ausführlichen Einsichten in ein krankes Hirn. Hilft auf jeden Fall weiter beim Umgang mit ebenfalls erkrankten Seelen. :autschi:

LG
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Re: Linke Ideologie = Alkoholismus + Faulheit

Beitragvon Darklord Extropy » 30.08.2008, 13:35

Von "weg" kann gar keine Rede sein. Ich sprach niemals davon, diesen Leuten was anzutun.

Vielmehr kann es nicht sein, daß eine gewisse Schicht auf Kosten der restlichen Bevölkerung lebt. Und nein, Manager und Firmenbosse ARBEITEN für ihr Geld. Sie leisten geistige und organisatorische und leitende Arbeit, das ist etwas, was sehr wertvoll ist für die Gesellschaft.

Übrigens IST Sozialbetrug strafbar, sowohl in D wie auch in Ö. Ich rege nur an, den Begriff auch auf vorsätzliche Herbeiführung oder Beibehaltung von Arbeitslosigkeit auszudehnen.

Ich sehe das Problem nicht.

Das übrigens sogar sehr freiheitlich, sehr demokratisch und auch grundordentlich, daran kann es keinerlei Zweifel geben. Das wäre GERECHT - nämlich den Anständigen und Fleißigen gegenüber.
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Re: Linke Ideologie = Alkoholismus + Faulheit

Beitragvon katzenjens » 30.08.2008, 14:07

Etwas schräges Weltbild...
Manager und Firmenbosse arbeiten in den seltensten Fällen für ihr Geld, sondern nutzen schamlos alles aus, was ihren Gewinn maximiert. Dazu gehören Beeinflussung von Politikern, Eingriff in die Gesetzgebung. Druck austeilen usw. Der erwirtschaftete Gewinn kommt nicht der Allgemeinheit sondern nur wenigen zugute. Zu den Lieblingsjobs der Manager gehört es, Arbeitsplätze abzubauen, zu verdichten und in Niedriglohnländer auszulagern. Geld horten und alles aufkaufen / Fusionieren was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Dazu noch windige Börsengeschäfte, passt schon.

Und jeder Manager hat einen derart tollen Vertrag, dass er selbst wenn er einen Konzern in den Ruin gestossen hat, welches tausende Arbeitslose verursacht, er noch eine millionenschwere Abfindung bekommt.

Eine Verkäuferin bei Aldi wird rausgeworfen wenn sie mal Manko in der Kasse hat.

Wir haben hier offiziell um die 8% Arbeitslosenquote. Inoffiziell sind es sehr viel mehr. Offene Stellen haben wir nur wenige. Dort werden entweder speziell ausgebildete Fachkräfte gesucht oder es werden Arbeiten angeboten, welche von der Bezahlung her inakzeptabel sind.
Ich kenne persönlich einige Leute, welche 45 Std in der Woche arbeiten, aber derart wenig verdienen, dass sie noch auf Sozialhilfe angewiesen sind.

Und Du meinst, die 8% sind faule Hunde?!
Natürlich gibt es Sozialschnorrer. Allerdings ist dieses ein Bruchteil der Empfänger. Im Gegenteil, viele schämen sich, Hilfe in Anspruch zu nehmen und stehen dann bettelnd an der Strasse. Und genau die willst Du loswerden?!

Ich habe Bekannte in verschiedenen Sozialämtern, die sind stinksauer über die SAT1-Serie zum Thema Aufspüren von Sozialschnorrern.

Klar, die Penner und Punks auf der Strasse fallen ungleich mehr auf als die Manager, welche dieWirtschaft ruinieren. Aber die lungern auch nicht auf der Strasse herum.

ich wünsche mir, dass die Deutschen stattdessen eher mal reagieren wie in Frankreich, grossflächig protestieren statt unschuldig in Not geratene Personen als Sündenbock darzustellen.

Da wir hier ja im nichtöffentlichen Bereich sind. Meine Meinung, es fehlt sowas wie die RAF, damit die Manager, welche unredlich arbeiten, Muffensausen bekommen. Muss ja nicht gleich Mord sein, Einschüchterung solte reichen...

LG
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Re: Linke Ideologie = Alkoholismus + Faulheit

Beitragvon Darklord Extropy » 30.08.2008, 14:12

Ja, mir ist das alles klar. Ich würde auch lieber in einer anderen Welt leben, aber, hm... das sind zwei getrennte Probleme.

Das Arschlochverhalten von vorsätzlich Arbeitslosen (nicht alle, aber sicherlich die meisten!) und das Arschlochverhalten von Bossen. Muß man jedenfalls voneinander getrennt sehen und getrennt angreifen.

Schade, daß Du meine These nicht verstehen willst... mein Plan sähe ja so aus:

Extrem hohes Arbeitslosengeld für die ersten paar Wochen, damit fleißige Menschen, die Arbeit suchen und auch arbeiten wollen, gerne flexibel und zum Job - Hopping (was für die Wirtschaft gut ist) bereit sind - danach aber NICHTS mehr.

Ich glaube an die unsichtbare Hand. Ist der finanzielle Leidensdruck groß genug, dann tritt "das Leben findet immer einen Weg" in Kraft, dadurch wird dann unglaubliches, kreatives Potential frei.

Das ist die Idee dahinter.
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Re: Linke Ideologie = Alkoholismus + Faulheit

Beitragvon katzenjens » 30.08.2008, 15:47

Besorge Dir aktuelle Daten über die Arbeitslosenquote und die offenen Stellen, dann wird Dir schnell klar sein, dass es Dein Traum bleiben wird.
Zudem ist der wirtschaftliche Schaden durch Sozialschnorrer extrem gering im Gegensatz zum Schaden welcher von "den Stützen der Wirtschaft" angerichtet wird.
Beispiel: Subventionen schnorren um dann die Produktion doch ins Ausland zu verlagern, wo Arbeitnehmerrechte mit Füssen getreten werden. Das "Ausweiden" der Sozialschnorrer soll nur von den echten Problemen ablenken.
Ich war unverschuldet etwas über ein Jahr arbeitslos. Habe mir die Finger wund geschrieben mit Bewerbungen, Antwort war, wenn überhaupt eine kam: Überqualifiziert... Habe dann schweren Herzens einen Job bei einer Leiharbeiterausbeutungsfirma angenommen, welchen ich 4 Jahre innehatte. In der Zeit habe ich selbstverständlich weiter Bewerbungen geschrieben, mit ebenso mässigem Erfolg. Der Job jetzt war eher ein Glückstreffer. Solche Geschichten wie ich sie hatte können dir Millionen von Arbeitslosen erzählen. Deswegen reagiere ich sauer, wenn jemand den Grossteil der Arbeitslosen als faule Sozialschnorrer hinstellt.

Ebenso beleidigst Du Rebecca auf das tiefste. Sie kann sich aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten, ist daher auf Hilfe angewiesen. Dafür bezahle ich gerne meine Sozialabgaben. Ohne Sozialabgaben wäre ich während meiner Arbeitslosigkeit sicherlich auch in der Gosse gelandet.

Kennst Du das Gefühl, fit für Arbeit zu sein aber keiner braucht Dich? Nach 6 Monaten Arbeitslosikeit fühlte ich mich schon fast überflüssig. Was sollen die Langzeitarbeitslosen denken? Ich habe vollstes Verständnis dafür, dass die irgendwann psychisch und physisch verfallen. Und wenn sie dann noch hören, sie wären Schnorrer... eine bösere Beleidigung gibt es nicht.

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Re: Linke Ideologie = Alkoholismus + Faulheit

Beitragvon Darklord Extropy » 30.08.2008, 15:54

Ich bin eben nicht nett. ;)

Bin ein böser, böser Mann. :lol:
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Re: Linke Ideologie = Alkoholismus + Faulheit

Beitragvon katzenjens » 30.08.2008, 16:00

Nö, nicht böse sondern ignorant :jaa:

Wenn Du einerseits alle möglichen Rechnungen vorbringst, wie sinnlos Kinder sind, solltest Du aber auch mit realen Zahlen zum Thema Sozialschnorrer hantieren. Ansonsten verkommt es zu billigem Populismus wi z.B. Bild-Zeitung

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