Windenergie und die Risiken

Von Wissenschaften und Technik ...

Moderatoren: Zebra, Maude, Moderation

Windenergie und die Risiken

Beitragvon Doc Extropy » 14.03.2007, 12:43

Zuerst mal, mache ich ja gerne so, einen Artikel zur Einstimmung:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24845/1.html

Jetzt ein paar Gedanken von mir:

  • An Land bin ich GEGEN Windenergie, wegen der Gefahr der Auslösung von Epilepsien (Lichtblitze) und der teilweise extremen Lärmbelastung in Wohngebieten. Eventuell sollte man sie auf weit abgelegene Gebiete begrenzen, das ginge dann wieder.
  • Offshore - Windkraft: Ja bitte, mehr davon. Da störts wirklich keinen.
  • Besteht durch die Entnahme von Windkraft nicht auch die Gefahr einer Klimaveränderung?
  • Wieviel Energie kann man wirklich in Summe entnehmen? Wo liegen die Grenzen der Machbarkeit?


Ich würde mich, auch wenn ich der Windenergie derzeit eher kritisch - neutral gegenüberstehe (ich lasse mich aber eines Besseren belehren) und als zukünftige Energiequellen eher den Mix Solarenergie + Fusion primär und Wasserstoff sekundär sehe (was ja die Windkraft auch nicht ausschließt, der primäre Mix wäre dann halt Wind + Solar + Fusion).
Doc Extropy
 

Beitragvon ric » 14.03.2007, 12:53

Besteht durch die Entnahme von Windkraft nicht auch die Gefahr einer Klimaveränderung?
Der theoretisch maximale Wirkungsgrad eines Propellers liegt bei 40%. D.h. selbst wenn man jeden Kubikmeter eines Landes mit Windkraft zupflastert hat man noch 60% Wind.
Wieviel Energie kann man wirklich in Summe entnehmen? Wo liegen die Grenzen der Machbarkeit?
Die Grenzen der Machbarkeit liegen bei 40%.
Bild
Benutzeravatar
ric
Neugieriger Besserwisser.
 
Beiträge: 7754
Registriert: 30.12.2003, 11:38
Wohnort: tiefstes Bayern

Beitragvon Doc Extropy » 14.03.2007, 12:55

ric hat geschrieben:
Besteht durch die Entnahme von Windkraft nicht auch die Gefahr einer Klimaveränderung?
Der theoretisch maximale Wirkungsgrad eines Propellers liegt bei 40%. D.h. selbst wenn man jeden Kubikmeter eines Landes mit Windkraft zupflastert hat man noch 60% Wind.
Wieviel Energie kann man wirklich in Summe entnehmen? Wo liegen die Grenzen der Machbarkeit?
Die Grenzen der Machbarkeit liegen bei 40%.


Sehr interessant, danke. :)

Jetzt stellen sich mir aber zwei weitere Fragen:

1. Ist 40% der gesamten Windenergie "viel" - in dem Sinne, das man damit einen großen Anteil des Primärenergiebedarfs decken kann?

2. Reichen 60% Wind für die Beibehaltung des Klimas, wie wir es kennen und wie es sich derzeit aufgrund der Erhöhung des Kohlendioxidgehaltes der Atmosphäre wandelt?
Doc Extropy
 

Beitragvon ric » 14.03.2007, 13:03

Doc Extropy hat geschrieben:1. Ist 40% der gesamten Windenergie "viel" - in dem Sinne, das man damit einen großen Anteil des Primärenergiebedarfs decken kann?
Das ist nahezu der selbe Wirkungsgrad eines Heizkraftwerks und. kernkraftwerke liegen übrigens noch darunter.
Doc Extropy hat geschrieben:2. Reichen 60% Wind für die Beibehaltung des Klimas, wie wir es kennen und wie es sich derzeit aufgrund der Erhöhung des Kohlendioxidgehaltes der Atmosphäre wandelt?
Was hat der Wind mit dem CO2 Gehalt zu tun?
Bild
Benutzeravatar
ric
Neugieriger Besserwisser.
 
Beiträge: 7754
Registriert: 30.12.2003, 11:38
Wohnort: tiefstes Bayern

Beitragvon Doc Extropy » 14.03.2007, 13:06

Wind hat zuerstmal nichts mit CO2 zu tun, Du hast meine Postings nicht vollständig bzw. nur sehr selektiv gelesen.

Meine Frage lautete, extra umformuliert:

Hat die Abbremsung der Winde durch die Entnahme von Windenergie Einfluß auf das Klima oder nicht?

(Das mit dem CO2 habe ich nur dazugesagt, damit mir niemand daraus einen Strick dreht.)
Doc Extropy
 

Beitragvon ric » 14.03.2007, 13:25

Doc Extropy hat geschrieben:Hat die Abbremsung der Winde durch die Entnahme von Windenergie Einfluß auf das Klima oder nicht?
Höchstens lokal. Und da auch nur sehr gering.
Setz doch mal die Fläche der Rotoren im Verhältnis zur Fläche an der Wind kommt und nimm davon 40%.
Bild
Benutzeravatar
ric
Neugieriger Besserwisser.
 
Beiträge: 7754
Registriert: 30.12.2003, 11:38
Wohnort: tiefstes Bayern

Beitragvon Doc Extropy » 14.03.2007, 13:44

ric hat geschrieben:
Doc Extropy hat geschrieben:Hat die Abbremsung der Winde durch die Entnahme von Windenergie Einfluß auf das Klima oder nicht?
Höchstens lokal. Und da auch nur sehr gering.
Setz doch mal die Fläche der Rotoren im Verhältnis zur Fläche an der Wind kommt und nimm davon 40%.


Ok, jetzt sehe ich, was Du meinst.

Andersrum bedeutet das aber auch, daß im Wind extreme Unmengen an Energie stecken müssen. Immerhin gibt ja schon eine einzige Windkraftanlage mit einem Rotordurchmesser von nur ein paar Metern schon recht viel an elektrischer Energie her. Betrachtet man die Höhe der Troposphäre (es ist ja überall recht windig von unten nach oben, weiter oben sogar noch mehr)... etc... weißt eh, was ich meine.
Doc Extropy
 

Beitragvon Helmut P » 14.03.2007, 15:54

Nur zur Ergänzung:

Die ca. 200 Windkraftwerke auf der Parndorfer Platte (Östlich Wien) decken etwa (wenn ich mich richtig erinnere) 30 % des Strombedarfs des Burgenlandes.
So lange ich geradeaus denken kann, möchte ich mir meinen Verstand nicht von Esoterikern verbiegen lassen.
Benutzeravatar
Helmut P
Pinky Bonsai-Grufti
 
Beiträge: 2747
Registriert: 28.07.2004, 16:36
Wohnort: Tuntenhausen

Beitragvon Doc Extropy » 14.03.2007, 15:55

Helmut P hat geschrieben:Nur zur Ergänzung:

Die ca. 200 Windkraftwerke auf der Parndorfer Platte (Östlich Wien) decken etwa (wenn ich mich richtig erinnere) 30 % des Strombedarfs des Burgenlandes.


Sehr interessant. Man sollte mehr davon bauen, dann bräuchte nie wieder ein Burgenländer ein schlechtes Gewissen wegen seines Stromverbrauchs zu haben.

Danke für den Hinweis. :)
Doc Extropy
 


Zurück zu Wissenschaft und Technik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron